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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Log.

von da an kommt es bei den meisten damaligen Schriftstellernüber Navigation vor, und der Jesuit Fournier gedenkt dessel-ben nur kurz in seiner Hydrographie im J. 1649 als einer beiden Engländern seit einigen Jahren aufgekommenen Praxis. Die-ses an sich geringfügige Werkzeug, dessen Erfinder man nichtkennt, ist dadurch merkwürdig , dafs es seit zwei Jahrhunder-ten in seiner Construction sich gleich geblieben und durch kei-nen andern Vorschlag verdrängt worden ist. Die Idee desselbenbesteht in Folgendem. Vom segelnden Schiffe wird ein schwim-mender Körper an einem langen Faden ausgeworfen; dieser istdann als ein ruhender Punct zu betrachten, von welchem dasSchiff sich entfernt; der nachgezogene Faden mifst diese Entfer-nung für einen gegebenen Zeitraum, z. B. eine halbe Zeitminnte,und aus diesem kurzen Versuche wird dann auf die Ortsverän-derung des Schifies in einer ganzen Stunde ein freilich sehr un-sicherer Schlufs vom Kleinen aufs Grofse gemacht. Der schwim-mende Körper oder das Log selbst ist ein hölzerner Quadrant vonFip-4 bis 6 Zoll Radius, an dessen Kreisrand A B ein Streifen Bleieingelassen ist,’so schwer, dafs die Spitze C nur eben aus demWasser herausragt. In A und B sind zwei Schnuren befestigt,die in D sich gabelförmig vereinen; die dritte Schnur CDist mit dem Pflocke C in Verbindung, der nicht allzufest in dasLogbret eingesteckt ist. Alle drei vereinigen sich in die Log-leine. Vermöge des Bleirandes schwimmt das Logbret aufrechtund setzt mithin dem 'Wasser in der Richtung des Zuges diegröfste Fläche entgegen. Ein plötzliches Anhalten der Linienach gemachter Beobachtung bringt auf die Schnur CD einenschnellen Ruck hervor, welcher das Zäpfchen auszieht, so dafsnun das Logbret flach auf dem Wasser liegt, mithin dem Ein-ziehen desselben wenig Widerstand entgegengesetzt wird. DieLogleine selbst ist hin und wieder durch eingeklemmte Zeichenoder Knoten von farbiger Wolle abgetheilt nach folgenden Re-geln. Der mittlere Grad des Erdmeridians hält 57040 Toisen,also eine Erdminute oder die nautische, auch sogenannte italie-nische Meile 5704 par. Fufs. Ein Schiff, welches in einerStunde Zeit eine solche Meile zurücklegt, hätte also Geschwin-digkeitin 1 Min. = 95'; in einer halben Minute 47r par.

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oder nahe 51 engl. Fufs. Nach diesen Intervallen wird die Log-leine in Knoten (noeuds, knols) eingetheilt, wobei auch halbe- F f 2