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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Log.

und Viertelsknoten oder besser noch Zehntheile statt finden.Das erste Zeichen ist um 50 bis 60 Fufs vom Logbrete entfernt,damit vor Anfang der Messung das Log sich hinreichend ausden Strudeln des Schiffes entfernen und die ihm vorher er-theilte Geschwindigkeit verlieren könne. Das Intervall von 30Secunden wird vermittelst einer kleinen Sanduhr bestimmt. ZurOperation selbst werden drei Personen erfordert. A hält einenleichten hölzernen Haspel, auf welchem die Leine aufgewickeltist, mit der Axe horizontal, B hält das Sandglas, und der Be-obachter C wirft das Log aus, dessen Leine er lose zwischenden Fingern durchgleiten läfst. In dem Augenblicke, wo ihmder Anfangsknoten der Logleine durch die Hand schlüpft,kehrt B auf seinen Iluf das Sandglas um, und giebt hinwieder,wenn dieses abgelaufen ist, dem C ein Zeichen, die Leine an-zuhalten. Dieser zählt dann die abgelaufenen Knoten undgiebt nach diesen den Weg in Knoten oder Gradminuten an,welchen das SchifF im Laufe einer Stunde zurücklegt. Ein Kno-ten Fahrt würde demnach dem Schilfe eine Geschwindigkeit vonpar. Fufs in der Secunde geben ; die gewöhnliche, gemäfsigteBewegung von 4 bis 5 Knoten wäre einer Geschwindigkeit von7 Fufs gleich. Die bei starkem Winde eintretende Fahrt von 7bis 8 Knoten würde 11 bis 12 Fufs in der Secunde betragen, sodafs man in 24 Stunden wohl30 bis 40 deutsche Meilen zurück-legen kann. Einige vyollen bei vorzüglichen Seglern im Sturmeeine Schnelligkeit von 11 Knoten oder 17 Fufs beobachtet ha-ben, was wohl übertrieben seyn mag, weil selbst bei der be-sten Construction des Fahrzeuges das Wasser nicht Fallgeschwin-digkeit genug hätte, die nicht unbeträchtliche Furche hinter demSchilfe zu schliefsen. Auf jeden Fall ist aus diesen nicht unbe-deutenden Geschwindigkeiten ersichtlich, welche zerstörendeErschütterungen erfolgen müssen, wenn ein Projectil von sol-cher Masse durch einen Fels oder eine Sandbank plötzlich inseinem Laufe aufgehalten wird.

Dafs diese Methode, den durchlaufenen Weg des Schilfeszu bestimmen und hieraus mit Zuziehung der durch den Com-pafs angegebenen Richtungen seine 24stiindige Ortsveränderungdurch Zerlegung nach Sinus und Cosinus des Richtungswinkelsabzuleiten (die sogenannte S c h iffsr e chnun g; estime ; theShips rechoning), kein genaues Resultat gewähren könne,ist schon aus allgemeinen Ansichten einleuchtend und wird