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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Luftblase.

ren sie völlig als kleine A erostaten zu betrachten 1 ; allein beide

Gröfsen sind fast ganz unbestimmbar. Aus dieser Ursache, und

weil zugleich der Widerstand der Luft sowohl an sich, als auch

bei der vielfach wechselnden Gestalt kaum mit in Rechnung zu

bringen wäre, läfst sich nicht wohl die Geschwindigkeit ihres

Fallens und Steigens auffinden. Uebrigens kommen bei dieser

Aufgabe diejenigen Gesetze in Anwendung, welche beim Auf-

steioen oder Niedersinken einzelner Luftmassen zu berücksich-

tisen sind 2 .

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Die Dicke des einschliefsenden Häutchens zu bestimmen istkaum irgend ein Mittel vorhanden, selbst wenn man bei genaubekannter Gröfse einer gegebenen Luftblase das Gewicht derzerplatzten Hülle mit gröfster Schärfe auffinden könnte, weiljenes Häutchen an den verschiedenen Stellen sehr ungleich dichtist. Letzteres geht augenfällig hervor aus dem wechselndenFarbenspiele der Seifenblasen, aus welchem daher Newton 3 4die Dicke zu bestimmen gelehrt hat. Andere Untersuchungenvon Leibnitz * beziehen sich auf die Dicke dieser Häutchen,wenn die eingeschlossene Luft die Luftblasen zum Aufsteigenbringen soll; aber es scheint mir überflüssig, die von ihm auf-gestellten. Formeln ausführlicher mitzutheilen oder anzuwenden.Uebrigens fliefst die Flüssigkeit so lange auf den Flächen derHülle herab , bis letztere die nicht wohl bestimmbare, zu ihremBestehen erforderliche, geringste Dicke hat, welche genauer zukennen allerdings von Interesse seyn würde, und die Umgebungzerreifst, wenn sie unter dieses Minimum ihrer Dicke gekom-men ist.

Wenn mehrere Luftblasen, namentlich über einer Flüssig-keit, sich neben einander befinden, so bilden sie den sogenann-ten Schaum, in welchem sie von den vielfachsten Formen undGröfsen vereinigt sind. Der einfachste Fall seines Entstehensist, wenn eine einzelne Luftblase in einer etwas klebrigen Flüs-sigkeit aufsteigt und in Gestalt einer Halbkugel, allgemeinereines sphärischen oder sphäroidischen Segmentes, auf der Ober-fläche festsitzt. Hierdurch erhält dieselbe schon eine ebene Seite,

1 Vergl. Aerostat. Bd. I. S. 248.

2 Vergl. Art. Heizung. Bd. V. S. 203.

3 Optice Lib. I. obs. 17. p. 195. ed. Clarkii.

4 Miicell. Berolin. T. 1. p. 123.