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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Luftblase,

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und kommt sie mit einer andern in Berührung, worauf dannihre gemeinschaftlichen Hüllen mit einander vereinigt werden,so erhält sie daselbst eine zweite, und überhaupt so viele ebeneSeiten, als die Zahl der sie berührenden beträgt, diejenigen nichtausgeschlossen, die sich unter oder über ihr befinden, und sowerden die Kugeln in Polygone verwandelt. Diese Erscheinungläl’st sich auf eine interessante Weise darstellen, wenn man 1 eineGlasröhre AB von 0,3 bis 1 Z. Durchmesser in der Mitte durcheinen Kork in zwei gleiche Hälften trennt, durch den Kork diefeinen Glasröhrchen a, ß so steckt, wie die Zeichnung andeutet,und die Röhre bis zur Mitte mit Wasser oder Weingeist füllt,worin in jenem etwas Gummi, in diesem etwas Schellack oderHarz aufgelöst ist, um der Flüssigkeit einige Zähigkeit zu ge-ben. Kehrt man die Röhre um , so lliefst die Flüssigkeit durchdas Röhrchen a herab, gleichzeitig aber steigt die Luft aus derunteren Abtheilung durch das Röhrchen ß in die Höhe, trenntsich von letzterem in einzelnen Bläschen, deren Gröfse demDurchmesser des Röhrchens proportional ist, und diese lagernsich im oberen Ende der Röhre als gleichmäfsig gestaltete Poly-gone. In den meisten Fällen bilden sie regelmäfsige sechsseitigeSäulen, welche mit ihrer gröfseren Basis an den Wandungender Röhre festsitzen, verjüngt nach dar Mitte der letzteren sicherstrecken und mit ihrer oberen ebenen Fläche eine angrenzende

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Blase berühren. Es lassen sich auf diese Weise nach der ver-hältnifsmäfsigen Weite der Röhre und des Röhrchens sehr man-nigfaltig gestaltete Formen erzeugen.

Einzelne Luftblasen sind durchsichtig, und die zu Schaumvereinten behalten einige Durchsichtigkeit bei, wenn sie auseiner klaren Flüssigkeit gebildet sind und nicht unter eine ge-wisse Gröfse herabgehen. Werden dagegen gröfsere und klei-nere , bis zum Verschwinden kleine, mit einander vereinigt,so dafs die wachsende Dicke der Flüllen hinreicht, die Zwi-schenräume zwischen ihnen anszufiillen, so wird die ursprüng-liche Kugelform wieder hergestellt und es entsteht ein Schaum,dessen Farbe die der bildenden Flüssigkeit ist, jedoch bedeu-tend heller wegen des vielen von den zahllosen Oberflächen re-flectirten weifsen Lichte.«, bei ungefärbten oder nur etwas ge-trübten Flüssigkeiten dagegen aus eben diesem Grande weifs,

1 Vergl. Bd. I. Fig. 39.