Theorie.
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aber die Behauptung ist unrichtig, dafs das Wasser bei seinerVerdunstung stets durch die Bläschenform hindurchgelle, ehe esdurch Hülfe der Wärme in den unsichtbaren elastisch-flüssigenZustand verwandelt werde. Vielmehr findet in der Regel dieserZustand vom Anfänge an statt, und da durch die Verdunstungdie Gefäfse, aus welchen dieselbe geschieht, (mit Ausnahme ge-wisser Fälle, die aber beim Verdunsten des Wassers in der Na-tur nicht Vorkommen) negativ elektrisch Zurückbleiben, die Däm-pfe dagegen, so lange sie in ihrem elastischen Zustande behar-ren , keine freie positive Elektricität zeigen, so müssen sie die-selbe gebunden enthalten, zu deren Freiwerden also kein ande-res Mittel übrig bleibt, als ihr Zurückgang in den vorigen tropf-bar-iliissigen Zustand oder auch in den Bläschenzustand, aberkeineswegs ein weiterer Uebergang in einen unsichtbaren elasti-schen Zustand, welcher Uebergang nicht statt findet, weil er jagerade der ursprüngliche Zustand ist, den das Wasser bei derVerdunstung sogleich annimmt. Dabei ist die Erklärung derstarken positiven Elektricität des Nebels lind des Abendthausnach SaussÜhe gezwungen, da man nicht begreift, wie dieElektricität der höheren Luftschichten, zwischen welchen undder unteren Luft, in welcher sich der Nebel befindet oder derTliau sich niederschlägt, doch noch viele nichtleitende Luft-schichten sich finden , zu den untern Schichten in hinlänglicherMenge gelangen soll, um eine so starke Wirkung auf das Elek-trometer zu äufsern , vielmehr alles darauf hinzudeuten scheint,dafs die Elektricität in diesen untern Schichten selbst unmittel-bar frei werde. Diese und mehrere andere Erscheinungen schei-nen Malier viel ungezwungener erklärt zu werden, wenn manannimmt, dafs die positive Elektricität nicht in dem Augenblickefrei werde , wenn das Wasser in den Zustand eines unsichtbarenelastischen Dampfes übergeht, sondern gerade im Gegentheile,wenn der Dampf seinen elastischen Zustand aufgiebt und in dieBläschenform oder die tropfbar-flüssige zurücktritt, wobei ebendie vorher von ihm gebundene positive Elektricität frei wirdund dann erst auf das Elektrometer wirken kann. So erklärtsich wenigstens auf eine sehr ungezwungene Weise die starkepositive Elektricität aller Arten von Nebeln , des Abendthaues,der Wolken, sowohl dieser selbst, als auch der untern Luft-schichten, besonders wenn eine schnelle Wolkenbildung stattfindet unmittelbar vor Gewittern, die Zunahme der Elektricität