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Jjufteloktricität.
in den ersten Stunden des Tages nach Aufgang der Sonne, weilder Erdboden viel schneller erwärmt wird, als die Luft selbst,und daher ein Theil der Dämpfe, wenn sie in die höherenGegenden der Atmosphäre gelangen, wieder zersetzt wirdund den alsdann auch sichtbar dunstigen Zustand, der Atmo-sphäre hervorbringt, die Abnahme der Luftelektricität ge-cen Mittaa, wenn die mehr erwärmte Luft den sichtbarenDunst wieder aullöst und eine neue Bindung der Elektricitätbewirkt. Selbst die häufig negative Elektricität des Regens läfstsich aus der dann stärker statt findenden Verdunstung erklären.Volta hat schon früher die starke negative Elektricität der Was-serfälle sehr befriedigend aus dieser Verdunstung erklärt 1 . Manhat zwar in neueren Zeiten die Grundlage dieser Theorie, näm-lich die Bindung der positiven Elektricität durch die Dämpfeunter Zurücklassung des Gefäfses, aus welchem die Verdunstunggeschieht, im negativ elektrischen Zustande, zu erschüttern ge-sucht, indem man sich namentlich auf I’ouillet’s Versuche be-rief 2 , welchen zufolge reines destillirtes Wasser bei seinerVerdunstung aus einem rothglühenden Platintiegel keine Spurvon Elektricität erzeugt, aber eben diese Versuche haben bewie-sen, dafs, sobald man dem Wasser nur eine kleine Quantitätsalzsaurer oder schwefelsaurer oder salpetersaurer Salze zusetzt,der Platintiegel sogleich mit negativer Elektricität auftritt, folg-lich die Dünste positive Elektricität mit sich führen. Aber geradedas in der Natur vorkommende Wasser, insbesondere die reich-lichste Quelle der Verdunstung, das Meerwasser, enthält im-mer einen Theil solcher Salze aufgelöst. Im Geiste dieser Theo-rie sucht auch Schübler die verschiedene Beschaffenheit undStärke der Elektricität der meteorischen Niederschläge begreiflichzu machen 3 . Beim Niederschlage der in der Atmosphäre schwe-benden Dämpfe, sagt Schübler, scheint sich ursprünglich po-sitive Elektricität zu bilden, negative hingegen häufiger durchpolarischen Gegensatz, durch elektrische Vertheilung zu entste-hen. Die bei Gewittern, vorüberziehenden Regengüssen undSchneestürmen sich ereignenden Niederschläge sind gewöhnlich
1 Meteorologische Briefe S. 225. Vgl. auch Schübler inSchweigg.Jouru. IX. 357.
2 Foggend. Ann. XI. 442.
3 Schweigg. Journ. LV. 211.