Producti ob.
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und den Fall, wo in den Kornländern selber ein Kornman-gel verspürt würde, und diese ihre Erndte zur eigenen Leb-sucht zurückbehalten müssten *). — Man antwortete hierauf:wenn England regelmässig und anhaltend Korn einführte,so würden mehrere Gegenden der Erde sich daran gewöh-nen, ihm welches zu verkaufen, wodurch der Kornbau ingewissen Provinzen von Frankreich, Polen, Spanien, derBarbarei oder von Nordamerika, begünstigt und erweitertwerden würde; dass diesen Gegenden alsdann der Verkaufebenso unentbehrlich werden würde, als den Engländernder Einkauf; dass selbst Bonaparte, der wüthendsteFeii-.d von England , unter den allererbittertsten Feindse-ligkeiten, ihm Getreide habe zuführen lassen, um dafürGeld zu empfangen; dass niemals die Erndte in mehreren,von einander entfernten, Ländern zugleich fehlschlage, unddass ein grosser, wohleingerichteter, Getreidehandel zu vor-ausveranstalteten Verproviantirungen — zu bedeutenden Nie-derlagen nüthige, durch welche sicherer als auf jedemänderen Wege der Möglichkeit von Kornmangel vorgebeugtwerden würde: so dass man, nach allen Berechnungensowohl als der Erfahrung Hollands und einiger anderenStaaten, fest behaupten könne, dass gerade diejenigen Län-der, wo kein Korn wächst, niemals dem Kornmangel,ja nicht einmal beträchtlichen Theuerungen, ausgesetztseyen **).
Indessen kann man es sich nicht verhehlen, dass dieUnterdrückung des Getreidebaues in einem Lande (und zwarselbst in einem solchen, das sich leicht durch den Handelverproviantiren kann ) mit schweren Nachtheilen verknüpftsev. Die Nahrung ist das dringendste Bedürfniss der Völker;
*) Maltus: Untersuchung über Wesen und Fort-schritt der Rente. — Die Gründe einer Meinung u. s. w.über ausländisches Korn.
**) Ricardo: Ein Versuch über den Einfluss derniedrigen Kornpreise u. s. w.