Band 
Erster Band.
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336 Buch I. C a p. 19.

alle Mal ergriffen haben, so glücklich als möglich zumachen.

Wie reissend aber auch die Productenvermehrung in4 allen, auf dieses Princip gegründeten, Colonieen erschienenist, so ■würde sie doch noch auffallender gewesen seyn,wenn die C-olonisten sehr starke Capitale mit sich gebrachthätten; allein, wie schon angedeutet, es sind nicht die vomGlück begünstigten Familien, welche auswandern: seltenentsagt ein Mensch, welcher über ein Capital verfügen kann,das hinreicht, um mit einiger Annehmlichkeit in dem Landezu leben, wo er geboren ist, und wo er die alles verschö-nernden Kindheitsjahre genossen hat, seinen Gewohnheiten,seinen Freunden und Verwandten, um einem immer unge-wissen Glücke nachzujagen, und sich den stets unvermeid-lichen Drangsalen einer neuen Niederlassung zu unterwerfen-Hierin liegt der Grund, warum es den Colonieen in ihremBeginnen an Capitalen gebricht, und zum Theil *) auch,warum der Zinsfuss des Geldes daselbst so hochftsteht. —Freilich bilden sich aber die Capitale daselbst schneller alsin den schon alt-civilisirten Staaten. Es scheint als Hessendie Colonisten beim Abschiede von der Heimath einen Theilihrer Laster dort zurück: sie verzichten auf den Prunk unddas Gepränge, was in Europa so kostspielig ist und dochso wenig nützt. Da, wohin sie ziehen, ist man gezwungen,nur noch die nützlichen Eigenschaften zu schätzen, und con-sumirt nicht mehr als was die wahrhaften Bedürfnisseerheischen, welche minder unersättlich sind als die er kün s te 1-ten. Sie haben wenig Städte, und hauptsächlich keine grossenStädte. Das Ackerbauleben, wozu sie im Durchschnitt ge-nöthigt sind, ist unter allen das sparsamste; und endlich istihre Industrie verhältnissmässig die productivste, und die,welche die wenigsten Capitale erfordert.

*) Nämlich andern Theils liegt derGrund darin, dass die Mengesicherer und gewinnreicher Anwendungen die Nachfrage nach Dar-lehen sehr verstärkt. Siehe Buch II. Cap. 8. M.