Band 
Erster Band.
Seite
339
JPEG-Download
 

PnonccTtOw.

33q

gen, worauf man durch die neueren Colonieen, hinsichtlichihrer Verhältnisse zur Reichthumsvermehrung, geführt wird.— Stewart, Turgot, Smith, halten einstimmig dafür,dass des Sclaven Arbeit theurer zu stehen komme, und we-niger producire als die des freien Menschen. Ihre Schluss-folgerungen reduciren sich auf Folgendes: ein Mensch, dernicht für seine eigene Rechnung arbeitet und consumirt, ar-beitet so wenig und consumirt so viel als er kann; er hat durch-aus kein Interesse, seine Arbeit mit der Umsicht und Sorg-falt auszuführen, wodurch ihr Erfolg gesichert wird; die 1übermässige Arbeit, womit man ihn überladet, verkürzt seineLebenstage und nüthigt seinen Herrn zu kostbaren Recruti-rungen: endlich — der freie Diener verwaltet seinen Unter-halt selber, während die Verwaltung über des Sclavcn Unter-halt vom Herrn geführt wird; und da nun der Herr unmög-lich mit ebensoviel Sparsamkeit, wie der freie Diener, ver-walten kann, so muss ihm der Dienst des Sclaven theurerzu stehen kommen* *) *

Ich fürchte, diese achtungswürdigen Schriftsteller woll-ten sich hier eine Meinung auch durch Vernunftgründe recht-fertigen, die ihnen von der Humanität eingeflösst war. IhreGegner calculiren richtiger: und zwar auf folgende Weise.Der jährliche Unterhalt eines Negers der Antillen kostet,selbst in denen Pflanzungen, wo die menschlichste Eehand-

setzen.— Allein diese Combinatinnen haben mächtige Veränderungenerlitten, seit jene Colonieen unabhängig geworden sind; und wahr-scheinlich wird man sich in keiner anderen Absicht mehr daselbstniederlassen, als um für immer zu bleiben. '

*) Stewart: Darstellung der National-Oekonomie. Buch II.Cap. 6. f)

Turgot: Betrachtungen über Bildung und Vertheilung derReichthümer, §. a8.

Smith: JNationalreichthum, Buch I. Cap. 8. und Buch III. Cap i.

10 Sehr richtig hat Jacob gerügt, dass Stewart obige Mei-nung blos in Betreff der künstlichen Arbeit hege; von der Handar-beit hingegen ganz das Gegenthcil behaupte: dass sie nämlich dtirchSclaven wohlfeiler geschehe. M.

2« ♦