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Büch I. C a p. 19.
lung herrscht, nicht mehr als 3 oo Franken. Rechnen wirhierzu den Zins seines Ankaufpreises, und zwar zu 10 Pro-cent, weil er ein Leihzins ist*). — Da nun der Preis einesgewöhnlichen Negers ohngefahr 2000 Franken betragt, sokann der Jahreszins höchstens auf 200 Fr. angeschlagen wer-den. Folglich kann man annehmen, dass jeder 1 Neger seinemHerrn jährlich 5 oo Fr. koste. Ohne Zweifel kömmt die Ar-beit eines freien Mannes im nämlichen Lande höher als sozu stehen. Die gröbsten Arbeiter: solche, deren Fähigkeitdie eines Negersclaven nicht übertrifft, lassen sich auf denAntillen 5 , 6, ja 7 und noch mehr Franken, Tagelohn be-zahlen. Nehmen wir 6 Franken als die Mittelzahl an, undrechnen wir blos 3 oo Arbeitstage im Jahr, so kommen alsSumme ihres jährlichen Lohnes, statt 5 oo Fr., 1,800. Fr.heraus **).
Das einfache Nachdenken lehrt, dass die Consumtiondes Sclaven geringer als die des freien Menschen, und dasResultat seiner Arbeit beträchtlicher, seyn müsse. SeinemHerrn liegt wenig daran, dass er das Leben geniesse; es ge-nügt ihm, dass er es erhalte. Ein Paar weite Hosen undein Jäckchen bildet die ganzeGardei-obe eines Negers; seineWohnung ist eine Hütte, ohne allen Hausrath; seine Nah-rung Manioc, wozu bei den guten Herren von Zeit zu Zeitnoch etwas Stockfisch kömmt. Eine Volksmenge freier Ar-1 beiter hat, im Durchschnitt genommen, Weiber, Kinderund Schwächliche zu ernähren; die Bande der Verwandt-schaft, Freundschaft, Liebe und Dankbarkeit vervielfachen
*) d. h. weil mit des Sclaven Tode Capital und Zins verlorengebt. M.
**) Es verdient hier angemerkt zu werden, dass der freie Ar-beiter, welcher sich seine Tagsarbeit theurer bezahlen lässt als derSclave, ein Geschäft verrichte, welches, seiner geringeren Müh-seligkeit ungeachtet, dennoch fast immer werthv oller ist:* nämlich wegen der Einsicht, und oft auch wegen der erworbenenKunstfertigkeit, die es voraussetzt. Die Urmacher und die Schneidersind, der Regel nach, freie Arbeiter.