Producti'OM.
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Arbeit daselbst eine durchaus freiwillige sey. Jeder eigen-thumslose Neger muss, um nicht als Landstreicher behan-delt zu werden, einen Herren haben , oder wenigstens beiirgend einem Lanubau-Unternehmer als Tagelöhner arbei-ten; er unterliegt, selbst binnen seinen vier Pfählen, einerIleihe von Verordnungen, welche über eine unvollkom-mene Arbeit, ebenso wie über einen freiwilligen Müssig-gang, herbe Strafen verhängen.' Dennoch kömmt der Zucker-* bau daselbst höher zu stehen als auf den benachbartenInseln**); und es liegt noch im Zweifel, ob er mit Erfolgdaselbst fortgesetzt werden könne. Zum Glücke kann sichjene Insel, für diese Pflanzung, durch eine Menge vonanderen schadlos stellen, welche ihrem Clima nichtminder, ihrem politischen und sittlichenZustandeaber weit mehr, susagen werden: wie z. B. die des Kaf-fee’s, der Baumwolle, des Indigo, und vielleichtauch desCacao und der Cochenille. Wenige Gegenden des Erd-balls sind von der Natur stärker begünstigt, um Alles zuproduciren, was sich zur Consumtion und zum Handelihrer Bewohner eignet.
Am Ende aber handelt es sich hier nicht allein um dieFrage: um welchen Preis man einen Menschen arbeitenmachen könne; sondern, um welchen Preis man ihn, ohneVerletzung von Gerechtigkeit und Menschlichkeit, arbeitenmachen könne? Derjenige ist ein Stümper im Rechnen,welcher die Gewalt allein in Anschlag bringt, und die Billig-keit für Nichts zählt. Dies führt zum Industrie-Systeme derbeduinischen Araber, welche eine Karawane anhalten,
”*) Der Präsident Boy er beklagt sich, in einer Proclamatinnvom 20sten März 1823, über die Haitischen Küstenfahrer, welcheauf die anderen Inseln (Cuba, Jamaica) hinübergehen, um da-selbst Zucker, Zuckerbranntwein, Jthum u. s.w. zu laden, und „durcheineu verbotenen Gewinn gereizt,“ dies sind seine eigenenWorte, „gesetzwidrig nach,IIaiti einzusch wiirzcn.“ DerSchleichhandel würde diese Waaren nach Haiti nicht cinfiihren,wenn sic nicht, auf den anderen Inseln, wohlfeiler wären.