Phodüctioh.
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Vortheil keineswegs zn verschmähen: denn jede Vermehrungdes Handels ist ein Gut*). Indessen thut man wohl, ihnauf seinen wahren Werth zu reduciren, um sich vor thü-ricliten Verschwendungen zu hüten, womit man sonst wäh-nen könnte, ihn e r k a u fe n zu müssen. Einer der geprie-sensten Schriftsteller im Handelsfaclie behauptet: »Die Schau-sspiele können nie zu gross, zu prachtvoll und zu vielfältig»seyn: es ist dies ein Handel, wobei Frankreich hlos em-»pfängt, ohne zu geben.« Dies ist beinahe das Gegentheilder Wahrheit: denn Frankreich gibt, d. h. verliert, dieganze Summe aller Kosten der Schauspiele, welche keinenanderen Nutzen abwerfen, als die Belustigung, so sie gewäh-ren, und welche, zum Ersatz der von ihnen consumirtenWerthe, durchaus keinen anderen Werth liefern. Als Ver-gnügungen mögen sie sehr anmuthige Dinge sevn; aber alsNationalspeculationen sind sie fürwahr höchst lächerliche An-stalten. Was würde man von demKatifnianne denken, wel-cher in seinem Laden einen Ball eröifnete, Puppenspielerbezahlte, und Erfrischungen austheilte, um seinen Handel inGang zu bringen.
Lächerlichkeit der Prumkausgaben zur Anlockung
von Fremden.
Zudem, ist es denn auch gewiss, dass ein Fest oderSchauspiel, wie prachtvoll man es sich denken möge, vieleFremde vom Auslande herbeiziehe? Wird der Ausländernicht vielmehr entweder durch den Handel angezogen, oder
*) Das Land, welches der Fremde bereist, ist, in Bezug aufihn, m einer »ortheilhaften Lage, und diese Art von Handel kannals gewinnreich betrachtet werden, weil der Eremde, als ziemlichunbewandert in der Sprache und den Wertlien, und oft von derEitelkeit beherrschst, die Dinge sehr häufig über ihren Werth be-zahlt; ferner, weil die Schauspiele und Merkwürdigkeiten, derenAnblick er erkauft, ein bereits ohne ihn schon gemachter Aufwandsind, der durch seine Gegenwart nicht vergrössert wird; allein beiall ihrer Realität haben doch diese Vortheile ihre Grenzen, undmüssen nicht höher angeschlagen werden als sie werth sind.