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sunkcnen Familien schmolzen zusammen und verschwanden;und diejenigen Individuen endlich, welche schon unter denRömern Sclaven gewesen waren, wurden das Eigenthum derGothen und Vandalen. So stand es um unsere Altvorderen.
Allein Arbeiter - Sclaven mit dem Schwerdt erbeutet zuhaben, genügt noch nicht; man muss dieselben auch voll-zählig erhalten. Ein Sclavenvolh recrutirt sich nicht auseigenem Schoosse hervor: weil das der Kinder-Erziehung solorderliche Familienleben daraus verbannt ist, und weil dasAufziehen eines jungen Sclaven, der ja bis zum Alter seinerArbeitsreife dem Beutel des Herrn zur Last fallt, dieseRecrutirungsart allzukostspielig macht. Folglich muss manimmerfort wieder neue Sclaven durch Krieg, erbeuten;allein je mehr die Staaten anwaehsen, desto unzulänglicherwird dieses verruchte Mittel der Arbeiter-Anschaffung. Esmuss eine Nation sehr klein seyn, und — so zu sagen —jeder Flecken seinen Nachbarflecken bekriegen, wenn derenGefangene zum Anbau von deren Gebiet hinreichen sollen:zumal, wenn man erwägt, dass man, um eine gewisse An-zahl von Menschen ins Sclaventhum zu stürzen, eine ge-wisse Anzahl von anderen niedermetzeln muss. Turgotbemerkt: »möchten England, Frankreich und Spanien sich»auch aufs Erbittertste bekriegen, so würden doch blos»die Grenzen von jedem dieser Staaten überschwemmt»werden; und sogar dies nur auf wenigen Punkten. Alles»übrige Land bliebe in Ruhe; und der kleine Haufe Ge-»fangener, welche man sich gegenseitig abnehmen könnte,»wäre eine sehr schwache Hülfsquelle für den Landbau die-»ser drei Nationen*).
*) Oeuvres de Turgot, Bd. V. S. a4- — Man hat die Ab-schaffung der Sclaverei auf die Ehrenrechnung des Christen-thums geschrieben, weil dasselbe die angeborene Gleichheit derMenschen gepredigt hat. Leider überwältigt aber kein nackter Lehr-satz den Eigennutz. Bei den Völkern des Korden«, welche dasrömische Reich überzogen, bestand die Sclaverei nicht. Sie lührten