Abth. I. Cap. 8.
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von drei- bis viererlei Professionen. Ein Spinner verfertigtden Baumwollfaden; ein anderer Fabricant verarbeitet die-sen zu Zeug; wieder eine besondere Kunst ist es, diesenZeug über einen glühenden Eisencylinder hinweglaufen zulassen, um dessen Flaumwerk hinwegzubrennen ; und aber-mals eine andere, denselben zu färben: es sey nun durchChlorkalk oder auf sonstige Weise.
Der Ursprung der einfachsten Verfahrensarten istunbekannt.
Der Ursprung der allereinfachsten, in allen Gewerbenam durchgängigsten vorkommenden, Verfahrensarten ver-liert sich in die Nacht der Vorwelt. Man wird nie erfah-ren, wer der erste Anwender des Hammers oder des Hebels,oder wer der erste Feueranschlager, Kochkünstler oderMetallschmelzer, gewesen sey. Man hat niemals einen Völ-kerstamm von solcher Wildheit und Unwissenheit gefunden,dass die, hier angedeuteten, Künste ihm völlig unbekanntgewesen wären; hat aber tiuch noch nie ein Thier gefun-den , dessen Verstand so weit gereicht hätte. Wenn dieNester gewisser Vögel, das Zellenwesen der Bienen, unddie Uferbauten der Biber, uns wie planmässig zusam-mengesetzte W'erke Vorkommen, so ist diese Planmässig-keit nur eine scheinbare. Man hat, durch Versuche,sich überzeugt, dass diese Thiere dabei einem blindenDrange — einem Naturtriebe folgen, den wir lnstinctgenannt haben. Der Mensch allein hat, bei Anwendungseiner Mittel: einen Zweck im Auge, und überschaut dieVerkettung von Ursachen und Wirkungen, kraft derener seine Absicht erreicht. Er allein ist wahrhaft indu-striös: im nationalökonomischen Sinne dieses Wortes:
Die Manufacturgewerbe haben die verschiedenar-tigsten Ausübungsstätten.
Die Manufacturkünste werden betrieben:theils in Werkstätten;theils in Zimmern;