Abth. I. Cap. u. 481
Dip Erfind u ng der Maschinen hat die Anwendungder blinden Triebkräfte befördert.
Die Maschine macht die Benutzung einer blinden Kraftmöglich. — Vormals stellte man, so oft, wegen allzu gros-ser Breite des Zeuges, der Weber mit seinen beiden Ar-• men die beiden Seiten seines Webstuhles nicht erspannenhonnte, demselben zwei Menschen zur Seite, die sich dasSchiff wechselsweise zuwarfen. Seit Erfindung des flie-genden Schiffes, womittelst ein einfeiger Mensch, der blosein Stäbchen führt, woran zwei Bindfäden hängen, das Schiffherüber und hinüber schleudert, hat der Weber durch eineblinde Kraft ersetzt werden hünnen, welche sehr viele Web-stühle zugleich treibt. Der blinden Kraft wurde ihre Rollezugetheilt; der Menschen-Intelligenz aber die Leitung derArbeit und die Ausbesserung der Schäden Vorbehalten.
Hat . man nur erst diese Unterscheidung gehörig begrif-fen , so liönnen wir fortan füglich mit dem Namen: blindeTriebkraft die eigentliche blinde Kraft und diejenige Ma-schine, welche das Werkzeug derselben ist, zusammenge-nommen, bezeichnen. So bleibt uns denn nichts mehr übrigals die Abwägung der Vortheile und Nachtheile jeder ein-zelnen Art von Triebkraft.
Eine blinde Kraft kostet den Zins vom Preise derMaschine.
Eine blinde Triebkraft verursacht ihrem Benutzer Ko-sten : wenn sie auch, an sich selber, eine unentgeltliche ist.Sie kostet den Zins des zur Errichtung der Maschine nü-thigen Capitals. Dieser fortwährende Aufwand lässt sichabschätzen mittelst des Zinses, welchen man für die Be-nutzung dieses Capitals entrichten muss*), oder, — was
*) Hier hat sich S a j übereilt. Er hätte sagen sollen: mittelstdes Zinses, welchen man aus der Vermiethung der Maschinebeziehen könnte: denn dieser steht, der Regel nach, höher als derDarlehns-Zins von dem Capitale, womit die Maschine ange-schafft oder errichtet worden ist: weil ja die Maschine sichab nutzt. M.
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