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Es fuhrt diese Begriffsbestimmung auf den Gedanken, als obwir, wie stark oder schwach nun auch die Nachfrageanderer Völker seyn möge, nothwendig immer die näm-liche Quantität von Branntwein, Seidezeugen u. s. w. ver-fertigten, und als ob wir nur Das verkauften, was unserenBedarf übersteigt. Dem ist nicht also : wir verfertigen der-gleichen Artikel, weil man sie von uns begehrt; und wärensie vom Auslande nicht begehrt, so würden wir nur sovieldavon verfertigen, als unser eigener Bedarf erheischt*). Esgibt nur darum Ueberfluss - Artikel, weil wir Gelegenheithaben, sie zu verkaufen: denn fänden wir diese Gelegen-heit nicht, so würden wir unsere Ländereien, unsere Capi-tale und unsere Industrie lieber und besser auf andere Pro-ducte verwenden als auf solche, deren Ueberschwenglichkeit,wie klein sie auch seyn möchte, eine Entwerthung verur-sachen müsste**).
*) Von allen Manufactur- und Handels-Producten eines Volkesist dies gewiss wahr; nicht aber auch ausnahmslos von dessenUr- oder Landwirthschafts-Producten: nämlich hier gilt es nicht vonsolchen Erzeugnissen, die eigentlich ein freiwilliges Geschenk derNatur an den Grundeigenthümer sind: z. B. von Norwegens undCanada’s Holz, Carara’s Marmor, Sachsens Porzellan-Erde,Preussens B ernste i n u. s. w. M.
**) Die Unrichtigkeit dieser Definition ist es wahrscheinlich, wasCondillac zu seiner falschen Erklärung vom Wesen des Handelsverleitet hat: denn daraus, dass jedes Volk immer nur seinUeber-fliissiges hingebe, um seinen Bedarf zu erlangen, hat er diefalsche Schlussfolgerung gezogen, dass Dasjenige, was es hingibt,nie so viel werth sey, als Das, was es empfangt*).* Ich habe ge-zeigt, worin die Irrigkeit dieser Lehre besteht. S.
*) Say behauptet nämlich nur so viel, dass, z. B., die Büflel-haut, welche der Franzose in Buenos-Ayres einkauft, auf demMarktplatze dieser brasilianischen Stadt keinen Heller mehr werth sey,als der Käufer dafür bezahlt. Himmelweit aber ist er davon ent-fernt, es zu leugnen, dass dieselbe Büffelhaut, wenn sie auf denMarktplatz von Bordeaux gebracht wird, mehr werth sey als in
Buenos-Ayres. M.