Band 
Dritter Band.
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C OPI S U SI T I O IV.

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verringert wird*). Unter einer schlechten Regierung, dieihre Eingrille, Ungerechtigkeiten und Erpressungen nurmittelst einer Legion von Schergen, eines allumfassendenSpionen-Systems und zahlreicher Kerker, durchsetzen kann,trägt das Volk die Kosten dieser Kerker, dieser Spionen unddieser Soldaten; ist aber wahrlich nicht glücklicher dadurch.Aus dem entgegengesetzten Grunde kann ein Staats-dienst sehr gut bezahlt werden, ohne darum theuer zu seyn.Wenn ein geringer Sold, den ein Dienstunfähiger bezieht,als reiner Verlust anzusehen ist; ja, wenn der, aus seinemUngeschick entstehende, Schaden seinen Sold oft noch weitübersteigt; so bilden dagegen die Dienste eines kenntniss-und einsichtsvollen Mannes einen reichlichen Ersatz für Das,vvas er empfängt: die Verluste, wovor er den Staat bewahrt,oder die Vortheile, welche er demselben zu wendet, über-steigen sehr bald die lielohnung, welche er von demselbenbezieht: wie liberal man sioh dieso auch denken mag.

Die Klugheit erfordert, dass man die Staatsbeamtengut bezahle.

Allenthalben steht man sich am besten beim Gebrauchevon guten (Qualitäten, wenn sie gleich die theuereren sind.Leute von Talent sind fast nie um sehr geringen Preis zubekommen: weil das Talent nicht blos auf eine einzige Lauf-bahn beschränkt ist. Der Mann, welcher einen tüchtigen'Finanzbeamten vorstellcn kann, hat, wenn er ein anderesGewerbe vorzieht, auch Kraft genug, um ein guter Advo-cat, ein guter Arzt, ein guter Landwirth, oder ein guterKaufmann, zu werden; und jeder dieser verschiedenen Be-rufszweige bietet dem Talente einen mehr oder wenigervortheilhaften Spielraum. Verspricht ihm die Laufbahn derFinanzverwaltung nur ein kärchliches Loos, so winkt ihm‘ unfehlbar auf einer anderen ein besseres; und er wird diesevorziehen.

*) Ich könnte eine Stadt von Frankreich anführen, die vor demJahre 17S9, für 1000 Thaler, sehr milde und väterlich administrirlward ; unter der kaiserlichen Regierung hingegen, blos tür ihre Mu-nicipal-Adininistration, von welcher sie nicht den mindesten Schul«genoss, jährlich 30,000 Franken betahlen musste.