Band 
Dritter Band.
Seite
257
JPEG-Download
 

Rkkihtiium. 457'

dürfnisse, oder auch nur unsere Liebhabereien, befriedi-gen lassen.

Die Jedermann zugänglichen Güter, deren alle Welt,nach Belieben geniessen bann, ohne sie erwerben zu müs-sen und ohne sie je auf brauchen zu können: — wie z. B.die Luft, das Wasser und das Sonnenlicht, — bann man,weil die Natur sie uns.unentgeltlich verleiht, natürli-che Reichthümer nennen. Da sie weder producirt,noch vertheilt, noch consumirt, werden bönnen, so liegensie ausserhalb des Gebietes der Nationalökonomie.

Diejenigen, wornach diese Wissenschaft forscht, be-stehen in denjenigen Gütern, welche man besitzt,und welche einen anerbannten Werth haben.Man bann sie gesellschaftliche Reichthümerheissen, weil sie nur bei gesellschaftlich vereinten Men-schon vorhommen.

Der Werth der Dinge (diejenige Eigenschaft, hraftwelcher sie zu gesellschaftlichen Reichthümern werden)ist nur dann ein anerkannter, wann, im Wege des Um-tausch s, ein andrer Werth dafür zu erlangen steht.Anerbannter Werth und Tauschwerth sindgleichbedeutende AuSdrücbe.

Reich ist man entweder an schon erschaffenen Pro-ducten, oder an Productivfonds, das heisst anFähigbeiten zur Productenerschaffung.

Ist man reich an schon erschaffenen Producten,— deren Productionsbosten mögen gewesen sevn, welche?ie wollen, — so wird man reicher, sobald deren Tausch-werth steigt; und ärmer, sobald derselbe sinbt. Im Ge-gensätze hiervon werden die Consumenten von ebendiesen Producten im ersteren Falle ärmer; ,im letz-teren aber reicher. Am Nationalreichthum ändern der-gleichen Schwanbungen nichts: weil Dasjenige, was hier-durch der eine Staatsgenosse gewinnt, einem anderen ver-loren geht.

Ein Productivfonds wird zu einem grösserenReichthumsstiicbe, wann die Consumenten auf dieje-nigen Producte, welche derselbe ab werfen bann, einen

III. »7