Band 
Dritter Band.
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Aurii. II. Cap. 4-

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wenigstens angeblich volkstümlichen, Behörden be-willigt, so wagt das Volk nicht, sich darüber zu beschwe-ren. Wir wollen uns also nicht mit der Rechtmässigkeit,sondern mit der Form und Wirkung, der Steuer beschäf-tigen.

Verschiedenheit der Ansichten über die Wirkungder Steuern. — Quesnay. — Ricardo.*)

Quesnay und seine Anhänger behaupteten bekannt-lich, die Steuern fielen gänzlich auf die Grundeigen-tümer. Jede andere Art der Industrie, sagten sie, be-wirke nur Verwandlungen; der Boden allein produ-cire einen neuen W T erth; er allein könne also auch denBeitrag liefern, den das Steuergesetz jedes Jahr vonNeuem fordere. — Lege man eine Steuer auf die Lein-wand, so könne der Weber, weil er sich, der Concurrenzwegen, mit soviel Gewinnst begnügen müsse, als zu seinemUnterhalt erforderlich ist, sein Gewepbe nur dann fortselz.en,wenn er den Betrag der Leinwandstcuer dem Flachs-bauern abziehe. Dieser Flachsbauer könne sein Gewerbenicht fortsetzen, wenn er nicht diese selbe dem Gutsbe-sitzer abziehe; Letzterer aber könne sich an keinemAnderen erholen, und müsse folglich die ganze Last tragen.

David Ricardo und seine Anhänger gehen, urngc-kehrterweise, von der Voraussetzung aus, dass, bei Gleich-heit aller übrigen Umstände, die Capitale immer aufdiejenige Industrie verwendet werden, welche dengrössten Gewinnst abwirft, und behaupten desshalb, eineauf Manufactur-Gegenstände gelegte Steuer werde gänzlichvon den Consumenten bezahlt: denn, — sagen sie,—stiege deren Preis nicht hoch genug, um ihnen die ganzeSteuer mitzubezahlen, so würde der Fabrikant seineCapitale einer anderen Production zuwenden**).

Vergl. oben S. iij6 ff. M.

»'■') Ricardo: Principles of political cconnmy andtaxatiori; Cap. 17. Der Fehler dieser Schule besteht d ar i 11, dasss 'e jeden Grundsatz fiir allzu unbedingt annimmt, und, nachdem sieihn in Form eines Lehrsatzes ausgesprochen hat, strenge Folgerun-gen daraus ableitcl;■ die sehr oft mit den Thatsachcn nicht überein-