Band 
Dritter Band.
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Abth. II. Cap. 4- 3 <)<}

Nachtheile der iodirecten Steuern.

Man hat behauptet, die indirecten Steuern seyenminder drückend und lästig als die anderen; man hat so-gar gesagt, der Steuerpllichtige zahle sie, ohne es zumerken, und verwechsle ihren Betrag mit dem Opfer,wozu er sich versteht, um der besteuerten Consumtionen zugeniessen. Es scheint, er könne sich ihnen entziehen^wenn er sich diejenigen Handlungen (die Consumtionen)untersagt, welche zu ihrer Einforderung Anlass geben.Allein diese Steuern führen sehr viele Nachtheile mit sich.

Für’s Erste ist es ein sehr grosser Nachtheil, dass derProducent seine eigenen Producte, oder solche, die er sichmittelst seiner eigenen anschafTen könnte, nicht consumi-ren darf. Eben weil bei den indirecten Steuern keine per-sönlich en Reclamationen möglich sind, und die Beamtendes Fiscus den Beschwerdeführern erwiedern können: „es»steht'Euch fr ei, Euch denselben zu entziehen,«hat ihnen der Fiscus eine greuelhafte Ausdehnung gebenkönnen: wie bei der Accise in England, und der Ver-waltung der indirecten Steuern in Frankreich.

Sie sind sehr ungleich.

Ferner stehen sie nicht in richtigem Verhältnisse zumVermögen der Steuerpflichtigen. Der Reiche wie derArme consumirb Salz; allein Jener, welcher hundert tausendmal mehr besitzt als der Arme, consumirt nicht 100,000■mal mehr Salz als Dieser. Die Steuer von den geistigenGetränken zwingt sieben Achtel der Einwohner Frankreichs,sich für gewöhnlich den Wein zu versagen: ein stärkendesGetränk, das ihr Boden im Ueberfluss erzeugtNun istaber eine solche Umlage eine ungleiche, die den Ei-nen den Gebrauch eines Productes gestattet, welchen sieden Andern verbietet.

*) Die übertriebene Wein-Consumtions-Steucr hat den traurigenMachtheil, dass sie dem Handarbeiterden massigen Gebrauchdieses Getränks bei seinen Mahlen und zu Hause verbietet,und ihn eben dadurch verleitet, zum Schaden seines Beutels undseiner Gesundheit, sichaufdie Consumtion inSchenkenzu verlege*.