Band 
Dritter Band.
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Amurv c.

Die Regierung theilt zuweilen mit den Pressern.

Yor der Revolution behielt sich die Regierung ioFrankreich oft einen'!'heil von dem Gewinne derSteuer-pächter vor. Sie misstraute der Härte ihrer Beam-ten, und wollte den Ertrag von der Härte ihrer Päch-ter theilen. Sie überliess Letzteren alles Gehässige derEintreibung, wollte aber an dem Gewinnst aus der-selben Theil haben. Die Pächter, ihrerseits, bedurftender Volksliebe nicht. Grosser Gewinn war ihnen hin-länglicher Ersatz für den Hass, welchen ihre Erpressun-gen ihnen zuzogen *).

Betheiligte Regieen.

Zu andern Zeiten scheut sich die Regierung nicht,den Hass zu theilen, welcher die Einnehmer trifft, undstellt m i tb e thei li gte Regieen auf: nämlich solcheSteuererheber, die einen gewissen Theil von dem Erpress-ten bekommen. Die Regierungen sind allzu oft, durchihre grossen Bedürfnisse genüthigt, die Steuerpflichtigenwie ein besiegtes Volk zu behandeln.

Gewaltmittel gegen die Steuer-Pächter.

In Zeiten von grossen Finanzzerrüttungen, und von

*) Rechtliche General-Pächter machten, um die Ueberschwcng-lichkeit ihres Gewinns in ihren eigenen Augen zu rechtfertigen, ei-nen edlen Gebrauch von ihrem Reichthum. So gab Helvetins un-bemittelten Gelehrten, wie einem Sauriii, Dumnrsnis, etc. elc.Pensionen. Lavoisier widmete die «einigen der Förderung <kTWissenschaften. Vielleicht hätten sie das Gute auf geraderem Wegef)thun sollen, damit Recht geworden wäre, wem es gebührte.

f) Nämlich durch Wohlthätigkeitsanstallen, zum Vorlheile derahgrpfändeten Steuerpflichtigen. — Wem fällt hier nicht unseresGölhu Rath ein:

Willst lustig leben,

Geh mit zwei Säcken:

Einen zum Gebeu,

Einen um einzustreken.

Da gleichst du Prinzen:

Plünderst und beglückst Provinzen. M-