Band 
Dritter Band.
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Anhang.

das Uebergewicht ihrer eigenen Nation über die anderen,d. h. durch Waffengewalt, geschützt; niemals aberdurch die Macht des wechselseitigen Yortheils. DieWaffengewalt allein musste sonach der Hauptgegenstandihres Strebens und ihrer Achtung seyn. Der Raub war dieIndustrie der freien Menschen, wie es für den Wilden dieJagd ist; und die productiven Arbeiten waren, wie ebenfallsLei den Wilden, bei den Völkern des Alterthums den Wei-bern und den Sclaven überlassen. Es ist merkwürdig, mitwelcher Verachtung die Schriftsteller des Alterthums vondem Handel und den Manufacturen sprechen*). Man kenntdie Abneigung der Egypter gegen die Schifffarth , welchejetzt das hauptsächlichste Rand der Nationen ist; und Pla-ton, welcher ein Bild von einer vollkommenen Republikgeben wollte, hat den Sitz derselben ins Innere der Län-der verlegt, damit man keinen Handel darin treiben kön-ne**). Aristoteles, indem er dieselbe Frage abhan-delt, wagt es, obgleich er dem Platon entgegen zu seynscheint, nicht, eine bestimmte Meinung hierüber auszu-sprechen***).

Ueber diese Ansicht dürfen wir uns aber nicht wun*dem: die Nationalökonomie hatte für die Alten ein weitminder dringendes Interesse als für uns. Es fehlte ihnenan jenen Mitteln, ihrer Industrie den Ungeheuern Schwungzu geben, welchen wir derselben geben konnten; gesetztauch, sie hätten die Wichtigkeit derselben erkannt. IhreKenntnisse in der Geographie, in der Physik waren äusserstbeschränkt. Sie kannten die Sonderung der Arbeiten undder Gewerbe nur sehr unvollkommen. Bei ihnen warender Boden, die Capitale und die Arbeiter (die Sclaven)das Eigenthum eines und desselben Herrn. Ihr politischesSystem vertrug sich nicht mit jenen unermesslichen Städten,worin unsere Bevölkerung und unsere Künste wimmeln.

*)Macculloch erklärt, in seiner Angabe des Werkes vonAdam Smith (In tro du ct ory discourse, S. 4 ), die Verachtungder Alten gegen die Beichthiimer-Erzeugung sehr gut.

**) Nämlich: besonders keinen Seehandel.

***) De re publica: Buch VII, Cap. 6.

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