Meridiankreis.
1805
messer dieser cylindrischen Zapfen überzeugen kann. Auchhat man öfter bemerkt, dafs das Fernrohr während seinerDrehung in verschiedenen Zenithdistanzen verschiedene, wennauch nur geringe Abweichungen von der Ebene des Meridiansgiebt. Zu dieser Untersuchung wird man sich am besten ei-nes Quecksilberhorizontes bedienen und nebst der gewöhnlichenHöhe des Sterns auch noch die Tiefe seines Dildes in demSpiegel an dem Kreise bestimmen. Dasselbe Mittel wird auchdiejenigen Fehler des Kreises entdecken und bestimmen lassen,welche durch eine Biegung der einzelnen Theile des Instru-ments in Folge der ungleichen Wirkung der Schwere entstehnkönnen *.
Notliwendiger Nachtrag über das Aequa-toreal.
Das Aequatoreal ist bereits unter dem Artikel dieses Na-mens in dem ersten Theile dieses Werkes umständlich be-schrieben worden, aber der Gebrauch und die diesem Gebrauchevorausgehenden nothwendigen Rectificationen sind daselbst nichtangegeben worden, sondern es wird gesagt: „zur Berichti-„gung dieses Instruments dienen ähnliche Beobachtungen, wie„bei dem Mittags- oder Meridiankreise, daher ich hier auf„die dort umständlicher zu erwähnenden Mittel verweise.“Da dieses Instrument, besonders in der vollkommenen Art,wie es in unsern Tagen gebaut wird, ebenfalls eines der wich-tigsten der neuern Astronomie ist, so mufs jenem früherenVersprechen jetzt nachgekommen werden, obschon hier, beidem Meridiankreise, nicht der schicklichste Platz dazu ist iindauch die Rectificationen beider Instrumente, jener Versiche-rung ungeachtet, wohl nur wenig ähnliches unter einanderhaben, wie wir sogleich näher sehn werden.
Wenn der Leser das, was bereits an dem erwähnten Ortein dem Art. Aequatoreal gesagt worden ist, mit Aufmerksam-
1 Diese und mehrere andere Untersuchungen des Meridiankreisesfindet man näherangezeigt in Bessec’s astron. Beobachtungen Bd. X.,in Sciujmacher’s astron. Nachrichten Bd. IV, in den Annalen derWiener Sternwarte Bd. X, in Littrow’s YoHes. über Astron. lid.II. S. 200 bi» 233 u. s. f.