1880
Meteorologie.
von Mar<Jo£ Victor zu Toulouse erhält Bouvard* für dasMaximum im Sommer 20 h t0 ', im Winter 21 h 30’. Das Mi-nimum am Morgen, welches nach Chiminello im Sommerfrüher als im Winter eintritt, fällt auch nach Flaugergues 1 2 zuViviers im Sommer im Mittel auf 15 h 30’, im Winter auf 16 h30’. Am entscheidendsten in dieser Beziehung sind die Beob-achtungen von K.Xmtz , welche für die einzelnen Monate fol-gende Wendestunden geben.
Monat
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
October
November
December
Minimum
3,13
3,75
4,46
4,91
5,04
5,00
4,96
4,88
4,57
3,99
3,32
2,95
Maximum
9,22
9,65
10,07
10,48
10,91
11,25
11,30
10,91
10,18
9,41
8,85,
8,92
Minimum
16,48
16,07
15,44
14.9714,8815,0615,2315,2715,3015,52
15.9816,41
Maximum
21,95
22,05
21,94
21,58
21,15
20,90
20,98
21,27!
21,56
21,71
21,75
21,85
Mögen hierbei immerhin noch Anomalieen obwalten, die sichnur durch länger anhaltende Beobachtungen beseitigen lassen,so geht doch so viel unverkennbar daraus hervor, dafs dieWendestunden sich im Sommer weiter vom Mittage entfernen,als im Winter, und zwar um einen Unterschied, welcher beimersten Minimum und Maximum volle zwei Stunden beträgt.Dafs hierauf die hohem Breitengrade einen Einflufs haben,wagt zwar Kämtz nicht mit Gewifsheit zu entscheiden, alleines scheint mir dieses aus einigen später zu erwähnenden Be-obachtungen und ebenso! daraus hervorzugehn, dafs der Un-terschied der Jahreszeiten unter niedern Breiten ganz wegfällt,wie denn auch die Hypothese, welche ich zur Erklärung die-ses Phänomens aufstellen werde, hiermit sehr im Einklängesteht.
1 Bibi. univ. T. XLI. p. 280.
2 Ebend. XL. 279.