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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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1906
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1906

Meteorologie.

gleicht sie daher mit dem von ihm selbst aus mehrern Jahrenzu Christiania erhaltenen mittleren Barometerstände, mit demzu Bergen, zu Hardanger und zu Paris gefundenen, wobeisich allerdings eine sehr genaue Uebereinstimmung herausstellt;jedoch wird die unten folgende Zusammenstellung einer gro-fsen Menge von Beobachtungen zeigen, dafs das aufgestellteGesetz keineswegs allgemeine Anwendung leide.

Als einen Anhänger der Hypothese, dafs die Barometer-höhe von ihrem Maximum unter der Linie an nach den Tölenhin regelmäfsig abnehmen müsse, erklärte sich Scuouw 1 ,hauptsächlich weil Thorstensen zu Näs bei Reikiavig aufIsland aus dreijährigen Beobachtungen den auf 0° C. reducir-ten Barometerstand = 333,45 und Mühleni-fort zu Godhaalauf Grönland aus fünfjährigen = 332,81 par. Lin. gefundenhat. Die letztere Gröfse ist zwar nicht auf 0° C. reducirt, al-lein da die mittlere Temperatur dort nicht viel von 0° C. ab-weicht und der gefundene Barometerstand schwerlich durchEinwirkung künstlicher Wärme bedeutend zu grofs seyn wird,so beweist die Angabe, ein richtiges Barometer vorausgesetzt,mindestens den dort statt findenden niedrigen Barometerstand.Auch Oersted äufserte mündlich gegen mich, dafs er sich zurHypothese Hansteex’s bekenne, und stützte sich dabei vorzüg-lich auf den zu Apenrade gefundenen mittleren Barometer-stand. Kämtz 2 3 4 neigt sich mehr zur entgegengesetzten An-sicht, entscheidet jedoch nicht bestimmt darüber, weil derEinflufs des Dampfgehaltes der Atmosphäre noch nicht genugbekannt sey. Erman 3 dagegen spricht den Satz, dafs diemittlere Barometerhöhe mit den Breitengraden abnehme, ent-scheidend aus. Neuerdings hat Poggendorff 4 die ganze Auf-gabe ausführlich untersucht und gelangt hierdurch zu dem Re-sultate, dafs eine Correction (wie ich verstehe der beobachte-ten Barometerhöhen) wegen der Schwere noihwendig sey.Durch die Art der Darstellung wird die Sache sehr klar. Denktman nämlich, wie zwei Schenkel einer communicirenden Röhre,in deren einem Quecksilber, im andern Luft bis zur Grenze

1 Tidskrift for Naturridenskaberne. T. IV. p. 847.

2 Meteorologie. Th. II. S. 292.

3 Poggendorff Ami. XXIII. 122.

4 Desjen Annalen XXXVII. 463.