1916
Meteorologie.
über dem mittleren Stande des Rheins am Pegel, wonach dieHöhe des Rheinspiegels 287*1 Fufs über dem Meere betrüge.Dieselbe Höhe fand Efailly = 284 F., Tulla dagegen 280*3 F.,die neueste Messung des Hauptmann Klose 1 giebt für die Schwelleder Sternwarte 307,44 Fufs und für die mittlere Höhe desRheinspiegels am Pegel 283,5 Fufs. Die Schwelle der Stern-warte läge somit nur 23,94 Fufs über dem Rheinspiegel. Allediese Bestimmungen weichen nur unbedeutend von einanderab, wir können aber am sichersten die letztere annehmen, dieauf geodätischen Messungen beruht, oder in runder Zahl 284Fufs. Bei allen Angaben liegt die Höhe von Strafsburg überdem mittelländischen Meere zum Grunde, welche für dieSchwelle des Münsters nach trigonometrischen Messungen undNivellirungen 448 Fufs 10 Zoll beträgt. Eine Nivellirung desOrtes, wo das erwähnte Normal-Barometer beobachtet war,hatte Eisenlohr, Prof, in Mannheim , die Güte zu überneh-men und fand hiernach den Aufhängepunct des Barometers10,905 Meter oder 33 F. 6 Z. 10,142 Lin. par. Mafs überdem Nullpuncte des Pegels. Diese Gröfse zu der erhaltenenaddirt liegt also der Beobachtungspunct zu Mannheim 317,5par. Fufs über dem Spiegel des mittelländischen Meeres.
47) Es würde sehr interessant seyn, wenn es möglichwäre, diese Höhenbestimmung über dem mittelländischenMeere mit einer andern über der Nordsee zu vergleichen,woraus noch obendrein eine Entscheidung der viel ventilirtenFrage über die Vertiefung des mittelländischen Meeres her-vorgehn könnte; es ist aber bis jetzt noch nicht möglich, hier-über zur Gewifsheit zu gelangen, indem das Nivellement desRheins nur von Amsterdam bis Bingen reicht 2 . DurchKrayenhoff’s Nivellement 3 ist die Höhe des Nullpunctes amPegel zu Emmerich am Rheine und zu Grave an der Maas
1 Diese Mittheilungen ' verdanke ich den HH. v. Heiliceksteinund Amtmann Hoffmakk zn Boxberg, welche beide sie vom Haupt-mann Klose erhalten haben.
2 Die nachfolgenden Angaben verdanke ich der gütigen Mitthei-lung des Prof. G. BiscnoF in Bonn und des Dr. Mohr in Coblenz ,welche sie für wissenschaftliche Zwecke von Kön. Preuss. Beamtenzu Cöln und Coblenz erhielten.
3 Recueil d’observations hydrographiques et lopographiques fai-tes en Hollande. Amst. 1813.