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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meteorologi e.

sich hauptsächlich dadurch von den gewöhnlichen Meteorendieser Art, dafs zu einer Zeit vom unteren Rande desselbenbis zum Zenith, wohin es sich erstreckte, Wellen mit unbe-schreiblicher Geschwindigkeit hinströmten, die von einem an-dern Beobachter als ein sehr feiner Rauch, hinter welchemsich ein starkes Licht befindet, beschrieben wurden. Robin-son sah ebendasselbe auf dem Armagh-Observatorium, und ineinem kurzen Zwischenräume zeigten sich Wolken mit etwasRegen; aus der Vergleichung beider Beobachtungen geht aberhervor, dafs dasselbe sehr niedrig seyn mufste, mehr als ir-gend ein bis dahin gesehenes. Am 22. Dec. 1834 sah Feldt 1ein schwaches Nordlicht zu Braunsberg in Ostpreufsen, eingleiches am 27. Febr. 1835» ein gräfseres dagegen am 7- Febr.des letzteren Jahres, wobei die Bemerkung beachtet zu wer-den verdient, dafs nach dem Verschwinden desselben der Him-mel milchig schien und lange Wolkenstreifen sich in derRichtung des Meteors nach dem Zenith und über dasselbe hin-auszogen , so dafs hiernach der vermuthlich nur selten beach-tete und noch seltener berichtete Zusammenhang zwischenden Nordlichtern und streifigen Wolken sich stets mehr her-ausstellt.

107) Den mehrerwähnten Zusammenhang zwischen Nord-lichtern und der Witterung fand Eruan 2 in Sibirien bestä-tigt. Die Temperatur war zu Beresow vom 12. bis 24. Nov.1828 auf die gewöhnliche mittlere von — 15 0 »5 herabgegan-gen'und schwankte zwischen — 13° bis — 24° R., woraufmit anhaltendem Südwinde eine ungewöhnliche Wärme von— 2°,2 R. im Mittel folgte, die zwischen -f- 1° und — 6° R.schwankte. Am 1. Dec. zeigte sich das erste Nordlicht, dieEinwohner prophezeiten daraus die Wiederkehr der Kälte,und wirklich ging der Wind am 2. Dec. nach NW. mit einerKälte, die schon an diesem Tage bis — 10° herabging, amAbende — 15° und am folgenden Tage — 23° R. erreichte.Erman meint, die NW. Winde könnten den Himmel gerei-nigt haben, um das Phänomen sichtbar zu machen, oder diewechselnden Luftströmungen liefsen sich als begünstigendeUrsachen desselben betrachten. Letzteres hat allerdings Grund,

1 roggendorff Ann. XXXV. 378.

2 Reisen. Th. I. S. 600.