Einflufs des Mondes.
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dafs entweder gar kein Einflufs des Mondes auf die Atmo-sphäre, oder nur ein geringer, täglich wiederkehrender statt fin-den könne, so geht schon hieraus unverkennbar hervor, dafsein periodisch mit dem Umlaufe des Mondes wiederkehrenderleichter auf einen Widerspruch als auf eine Uebereinstimmungmit den bestehenden Naturgesetzen führen müsse. Die Hy-pothese von Flaugergues , dafs der Mond in seinen verschie-denen Stellungen die Atmosphäre ungleich anziehe, sie da-durch leichter mache, ihren Druck auf die Quecksilbersäule imDarometer vermindere und dadurch in Folge der entstande-nen Luftverdünnung die Regenmenge vermehre , unterliegt inihrem ersten Theile dem bereits angeführten Argumente, dafsbeim täglichen Umlaufe des Mondes die Oscillationen auf glei-che Weise täglich erfolgen müfsten, als dieses bei der Fluthdes Wasser - Oceans der Fall ist, rücksichtlich des zweitenTheils aber ist sie oben bereits widerlegt worden , indem eineVerdünnung der Luft die Verdampfung vielmehr befördern , alsNiederschläge erzeugen miiTste. Schübler’s chemischer Ein-flufs sagt in dieser Unbestimmtheit eigentlich gar nichts, stehtaber mit dem anerkannten Naturgesetze im Widerspruche, wo-nach keine chemische Wirkung ohne das Zusammentreten ge-wisser Stoffe statt finden kann, die sich im vorliegenden Fallegar nicht annehmen lassen; die vermeintliche erkältende Ei-genschaft des Mondlichts ist aber ganz unzulässig; denn dadas Sonnenlicht ohne Ausnahme erwärmend wirkt, das Mond-licht aber nichts anderes als reflectirtes Sonnenlicht ist, sowürde durch diese Hypothese alle Consequenz in der Physikaufgehoben und letztere träte aus dem Gebiete einer exactenWissenschaft in das einer Anhäufung unzusammenhängenderoder widersprechender Erfahrungssätze. Eisenlohr sucht denGrund in einer Anziehung durch den Mond und in dadurchbewirkten Luftströmungen; allein damit ist das eigentliche Ver-halten nicht angegeben und das Hauptargument, dafs diese At-tractionen täglich wiederkehren müfsten, nicht beseitigt.
132) Man sieht hieraus, dafs bis jetzt eine eigentliche Erklä-rung des räthselhaften Phänomens noch gar nicht einmal ernstlichversucht v'orden ist, und ich gestehe gern, dafs ich dasselbelange für durchaus unerklärbar gehalten habe, bis mir folgendeHypothese einleuchtete, von welcher ich hoffe, dafs sie all-gemein befriedigen werde. Es ist oben §. 42. von der wellen-
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