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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meteorstein.

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Zeiträume mindestens 18000 Meteorsteinfälle statt gefundenhaben, da man doch nicht fiiglich jene Gegend für vorzugs-weise begünstigt halten kann und es aufserdem fraglich bleibt,ob über jener Strecke alle einzelne Erscheinungen beachtet undbekannt ge/nacht worden sind. Hieraus geht aber das Resultathervor, dafs der Meteorsteinfälle im Durchschnitt auf jedesJahr 700 für die ganze Erde oder für jeden Tag 2 kommen*.Ob sie in gewissen Jahren häufiger sind als in andern, dar-über ist schwer zu entscheiden, und es müfste jemand, umdiese Frage auch nur annähernd zu beantworten, eine gerau-me Reihe von Jahren hindurch anhaltend mit gleicher Sorg-falt alle ihm bekannt werdenden Nachrichten aufzeichnen. Aufjeden Fall verwirft Ciiladni jede Periodicität und hält dievon Ritter 1 2 aufgestellte Hypothese, wonach die Meteor-steinfälle mit den Nordlichtern wechseln sollen, für durchausnichtig.

3) Wenn aus den Feuerkugeln Meteorsteine herabfallen,so ist das Getöse ihres Zerplatzens ausnehmend stark. BeiAigle hörte man dasselbe über eine Fläche, deren Radius auf30 Lieues geschätzt wurde, es glich 3 bis 4 Kanonenschüssenund darauf folgendem kleinen Gewehrfeuer und soll 5 bis 6Minuten gedauert haben; bei Stannern soll das Getöse sogar 8Minuten lang gehört worden seyn und die Erschütterung der Luftdurch den Schall fühlte man bis auf eine Entfernung von 10Meilen. An dem ersteren Orte fielen gegen 2000 Bruchstückevon Steinen, deren gröfstes 17,5 ff. wog, das kleinste abernur 2 Quentchen; sie lagen über einer elliptisch gestalteten2,5 franz. Meilen langen und 1 Meile breiten Fläche so ver-theilt, dafs im Anfänge der Explosion aus der fortbewegtenFeuerkugel die meisten und gröfsten Steine herabgefallen w*-ren; am letzteren Orte hatte die Fläche , worauf die Steinegefunden wurden, gleichfalls eine längliche Gestalt, auch lagan der einen Seite derselben in der Richtung, in welcher das

1 Mau hat hiergegen eingewandt, dafs irgend ein anderes Land,als Norm angenommen, ein abweichendes Kesultat gegeben habenwürde. Von grofser Jledeutung ist dieser Einwrurf nicht, denn derGrund der gröTseren Zahl kann nur darin liegen , dafs Frankreich überall sehr bevölkert ist und Erscheinungen dieser Art dort sowohlallgemeiner beachtet, als auch schneller bekannt gemacht werden.

2 G. XVI. 222.