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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meteorstein.

Meteor sich bewegt hatte, die gröfste Menge von Steinen*.Die sogleich nach ihrem Herabfallen aufgefundenen Massenwaren heifs, zuweilen noch glühend, und viele zeigten Spurenvon Eindrücken, woraus man schliefsen mufste, dafs sie weichgewesen waren, namentlich färbte der die Rinde bildendoschwarze Ueberzug der bei Stannern gefundenen die Händeschwarz und klebte nach Art der Wagenschmiere. Die Tiefe,bis zu welcher die Steine in die Erde eindringen, ist sehr un-gleich; am gröfsten war sie bei der am 26. Mai 1751 beiHradschina im Agramer Comitate herabgefallenen 71 schwe-ren Eisenmasse und betrug nach der darüber aufgenommenenUrkunde 3 Klafter 1 2 ; der 33 ft. schwere Stein vom 9- Jan.1583 zu Castrovillari in Abruzzo drang 3 Ellen tief ein 3 , an-dere weniger tief, bis auf einige Zoll.

4) Eine eigentlich genaue Kenntnifs der äufseren Formund des Aussehns der Meteormassen kann blofs die eigene An-schauung geben, wozu die reiche Sammlung im Mineralien-Cabinette zu Wien das beste Hülfsmittel darbietet, in Er-mangelung dessen aber giebt das angezeigte Werk v. Schiiki-dkks mit den ausnehmend ähnlichen Zeichnungen der bekann-testen vorhandenen Proben die vollständigste Vorstellung, diesich auf diese Weise erlangen läfst. Die Gestalt der Meteor-steine ist regellos und mannigfaltig verschieden, dennoch aber hatv. Schhkiukhs zuerst wahrnenommen 4 und Chlad.vi nachher

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bestätigt gefunden, dafs ihnen im Ganzen ein ungleichseitiges,drei- und vierseitiges Prisma und eine mehr oder wenigervollkommene verschobene Pyramide zum Grunde liegt, wel-cher Typus sich in einigen, zur Trappformation gehörigen,terrestrischen Fossilien wieder findet, die den Meteorsteinenauch in anderer Beziehung ähnlich sind. Die Flächen derSteine sind nur selten fast eben, meistens gebogen und zwarso, dafs der Convexität der einen Seite eine Concavität auf derandern gegenüber stellt, woraus hervorzugehn scheint, dafs die

1 Beiträge zur Geschichte und Keniitnifa meteorischer Stein- undMetallmassen von C. v. Sciireibeus. Wien 1820. fol. S. 87. Eine Cliarteder Umgegend von Stannern versinnlicht die Sache.

2 Stutz Bergbaukuude 1790. Th. II.

8 Tommio Costo Istoria di Napoli. Venez. 1613. T. III. p. 98.

4 G. XXXI. 52.