Paralleles Fadennetz.
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anzustellen, beobachtet man beide Gestirne an allen jenenunter sich parallelen Fäden und nimmt aus den sämmtlichenDurchgangszeiten das arithmetische Mittel. Wenn z. B. dreisolcher Fäden vorhanden sind und wenn man folgende Durch-gänge beobachtet hätte:
von dem Fixsterne von dem Planetenan dem Faden I . . . 7 h 32' 13", 1 . . 7 h 41* 48", 2II . . . 32 25, 3 . . 42 0, 3
HI . . . 32 37, 2 . . 42 11, 8
Mittel 7 h 32' 25", 2 . . ~V' 42" tfVl"Die Differenz der beiden Mittel giebt zugleich die Differenzder Rectascension der beiden Gestirne, die gleich 0 h 9' 34", 9oder im Raume gleich 2° 23' 43", 5 ist.
Das vorhergehende einfache Verfahren setzt aber zweiBedingungen voraus. Erstens dafs die Uhr, die man bei die-sen Beobachtungen gebraucht hat, genau nach Sternzeit 1 geht.Wenn aber die Uhr in einem Sterntage nicht volle 24 Stun-den, sondern z. B. 24 1 ' + 0 giebt, wo 0 in Secunden ausge-drückt die tägliche Acceleration der Uhr genannt wird, sowird man statt des vorhergehenden einfachen Factors 15 dieZahl 15 — 0,0001736 0 nehmen und damit die Gröfse (t’—t)multipliciren, um sie in Raumsecunden zu verwandeln. Giebtaber die Uhr in einem mittleren Sonnentage 24'‘-J-0, wo al-so wieder die hier immer als klein vorausgesetzte Gröfse 0die tägliche Acceleration einer nahe genau nach mittlerer Zeitgehenden Uhr heifst, so wird der statt 15 zu substituirende Factor15,04107 — 0,0001741 0 seyn. Sollte die Uhr in beidenFällen täglich um © Secunden hinter ihrer Zeit Zurückbleiben,wo also 0 die tägliche Retardation der Uhr ist, so wird manin den beiden vorhergehenden Ausdrücken die Gröfse 0 nega-tiv setzen.
Zweitens setzt aber auch jenes Verfahren voraus, dafs diezwei äufsersten von jenen drei Fäden gleichweit von demmittleren entfernt sind. Zwar könnte man auch dann, wenndiese Distanzen ungleich sind, noch immer das Mittel aus al-len drei Fadenbeobachtungen nehmen, wie zuvor, aber dannwürde dieses Mittel nicht mehr, wie man doch will, gleichsamals eine dreifache (also auch im Allgemeinen dreimal bessere)
1 S. Art. SternztiU Bd. VIII.
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