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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Mikroskop.

Von allen diesen Nachtheilen frei ist diejenige Beleuch-tungsart, die Fraunhofer bei seinen Positionsmikrometeruangebracht hat, bei welchen nämlich die Oeffnung des Fern-rohrs, die das Licht der Lampe aufnimmt, um es auf denSpiegel zu senden , nicht zwischen dem Oculare und dem Ob-jective, wie zuvor» sondern zwischen dem Auge des Beob-achters und dem Brennpuncte des Fernrohrs angebracht wird,wozu in der Regel mehr als eine, übrigens nur kleine Lamp«erfordert wird. Wenn bei der frühem Art das Innere desRohrs beleuchtet wird und die Fäden auf dem hellen Grund«des Sehfeldes ganz dunkel und schwarz erscheinen, so istim Gegentheile hier das ganze Feld des Fernrohrs in Dunkel-heit gehüllt und die feinen Fäden sind es , die auf ihrer vor-dem, dem Auge zugewendeten Seite hell beleuchtet erschei-nen, so dafs man also bei dieser Einrichtung stets die Fä-den und den Gegenstand zugleich mit derselben Schärfe sehnkann.

L.

Mikroskop.

Vergr öfser ungsgl a s ; Microscopium , En-gyscopium; Microscope ; Microscope.

So wird bekanntlich das optische Instrument genannt, wel-ches die Bestimmung hat, kleine Gegenstände, die man mitfreiem Auge nicht mehr gut erkennen kann, noch deutlich zusehn. Der Erfinder dieses Instruments ist nicht mehr mit Be-stimmtheit anzugeben. Wahrscheinlich folgte diase Erfindungjener des Fernrohrs (Teleskops) schon in kurzer Zeit, dasheilst, zu Ende des 16. Jahrhunderts. Borellus 1 schreibtdem Zacharias Jansen zu Middelburg die Erfindung desFernrohrs zu, der das erste dieser Instrumente im J. 1590verfertigt haben soll, und nach demselben Schriftsteller sollderselbe Z. Jansen, gemeinschaftlich mit seinem Sohne Johann,bald darauf auch das Mikroskop erfunden haben. Huyghensaber versichert in seiner Dioptrik, dafs das Mikroskop im J.1618 noch ganz unbekannt gewesen sey und dafs man erst im

1 Oe vero teleieopii inventore. Haag 1655.