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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Einfaches.

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wollen wir die Bemerkung voraussenden, dafs man auch hier,wie bei den Fernrohren, einen Gegenstand nur dann deutlichsehn kann, wenn die Strahlen, die von jedem Puncte dessel-ben ausgehn, das Auge des Beobachters in unter sich paral-lelen Richtungen treffen, und dafs daher, bei einer einzigenconvexen Linse, der Gegenstand in dem Brennpuncte derLinse und das Auge auf der andern Seite derselben liegensoll. Man nimmt gewöhnlich an, dafs ein wohlgebautes Men—schenauge, ohne künstliche Bewaffnung, die kleinsten Theileeines Gegenstandes dann am deutlichsten sieht, wenn es vondemselben 8 par. Zoll absteht. Wir wollen diese Entfernungdes Deutlichsehns überhaupt durch h bezeichnen. Demnachwird also auch bei dem Mikroskope, wie bei dem Fernrohre,die VergröJserung m gleich seyn dem Winkel, unter welchemder Durchmesser eines Gegenstandes in dem Mikroskope er-scheint, dividirt durch den Winkel, unter welchem es demunbewaffneten Auge in der Entfernung von h Zollen erschei-nen würde. Daraus folgt, dafs die Vergröfserung m des Ge-genstandes durch eine einzige Linse seyn wird

h

m = —.

P

Da aber die Brauchbarkeit und Güte eines Mikroskops nichtblofs durch die Vergröfserung desselben, die man leicht insUnendliche treiben könnte, sondern auch durch die Helligkeit,mit welcher der Gegenstand gesehn wird, bestimmt werdenmufs, und da diese Helligkeit mit dem Halbmesser x desStrahlencylinders in der Nähe des Auges und zwar, da hiervon einer Fläche die Rede ist, mit dem Quadrate dieses Halb-messers wachsen und abnehmen wird, so hat man, wenn Wden Halbmesser der Pupille des Auges bezeichnet,

Helle durch das Mikroskop /x , \ i

Helle mit freiem Auge \w/

Nimmt man, wie gewöhnlich, die Gröfse w = Zoll, so hatman, wenn man die Helle, unter welcher der Gegenstanddem freien Auge erscheint, als Einheit annimmt,

Helle durch das Mikroskop Iv 2 =(20x’ ) 2 .

Der Halbmesser R der Kugelabweichung ist (nach den Glei-chungen 111)

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