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P h o s p h o r.
wird auch der Phosphor in Fläschchen mit etwas Schwefel oderKampher zusammengeschmolzen, wobei jedoch die Unbequem-lichkeit des Reibens bleibt. — 2) Man erhitzt den im Fläsch-chen enthaltenen, möglichst trocknen Phosphor über seinenSchmelzpunct hinaus, bläst mit einem Löthrohre wiederholtLuft hinein, wobei lebhafte Entzündung eintritt, und schütteltden Phosphor nach jedesmaligem Einblasen. Es bilden sich hier-bei, neben etwas rother Phosphorsubstanz, die nichts zur leich-tern Entzündung beitragen kann, weifse Flocken, wahrschein-lich von unterphosphoriger und phosphoriger Säure, welche,dem unveränderten Phosphor beigemengt, dessen Entzündungbei gewöhnlicher Temperatur bewirken, weil sie durch schnel-les Anziehen von Feuchtigkeit aus der Luft Temperaturerhöhungveranlassen, und vielleicht zugleich, weil die trockne unter-phosphorige Säure (die man sonst für sich nicht kennt) schonbei gewöhnlicher Temperatur entzündlich ist. WiederholtesUmrühren des Phosphors mit einem erhitzten Drahte hat eineähnliche Wirkung , wie das Hineinblasen von Luft. Ein Schwe-felholz gegen den so veränderten Phosphor gedrückt entzündetsich augenblicklich beim Herausziehen. Ein solches Feuerzeughält sich, wenn man durch sorgfältiges schnelles Verschliefsenmit eifern guten Stöpsel (der, wenn er von Glas ist, mit Talgbestrichen seyn mufs) die Feuchtigkeit der Luft möglichst ab-hält, gegen ein Jahr. 3) Auch kann man in einer Flasche fein—gepulverten, frischgebrannten Kalk oder frischgebrannte Bitter-erde mit etwas Phosphor unter öfterm Schütteln erhitzen , bissich ein gelbes pulveriges Gemenge gebildet hat, welches sichdann an das Schwefelholz hängt und bei der Berührung mit derLuft sogleich entflammt. 4) Auch die Turiner Kerzen gehörenhierher. In das zugeschmolzene Ende einer 3 bis 5 Zoll lan-gen und 1 bis 2 Linien breiten Glasröhre bringt man ein Körn-chen trocknen Phosphor, worauf man den mit Wachsöl oderNelkenöl befeuchteten und mit Schwefelblumen bestreuten Dochteiner dünnen Wachskerze bis zum Phosphor schiebt, dann denPhosphor bis zum Schmelzen erwärmt, das andre Ende zu-schmelzt und die Röhre einen Zoll unter dem Phosphor mit ei-nem Feilstriche versieht; beim Gebrauche zerbricht man dieRöhre an dem Feilstriche, reibt den Docht mit dem Phosphoreinigemal in der Röhre hin und her und zieht ihn dann heraus,worauf Entzündung eintritt. Wie viel Umstände, um einmal