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Siebenter Band. N - R.
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Phosphor.

Feuer zu haben! Ueberhaupt haben alle Phosphorfeuerzeuge diezwei Uebelstände, dafs sie beim Gebrauche einen unangeneh-men Geruch verbreiten und dafs beim Verbrennen des Phos-phors die nicht verdampfbare und leicht schmelzbare Phosphor-säure entsteht, die den durch den Phosphor zu entzündendenbrennbaren Körper leicht so überzieht, dafs sich die Entzün-dung nicht auf ihn fortpflanzt.

Die wasserfreie Phosphorsäure, wie man sie durch Ver-brennen des Phosphors in trockner Luft erhält, erscheint inweifsen Flocken in der Rothglühhitze schmelzend, in der Weifs-glühhitze verdampfend, geruchlos und von starksaurem Ge-schmacke. Sie bildet mit wenig Wasser ein glasähnliches, leichtSchmelz- und verdampfbares Hydrat, krystallisirt mit mehrWasser in wasserhellen Säulen und löst sich in noch mehr mitgröfster Leichtigkeit zu einer je nach dem Verhältnisse syrup-artigen oder dünnen Flüssigkeit. Die Verbindungen der Phos-

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phorsäure mit öalzbasen schmelzen in der Glühhitze verschiedenleicht, gröfstentheils ohne weitere Veränderung; nur wenigelösen sich in Wasser, aufser bei Ueberschufs von Phosphor-säure; dagegen sind sie alle in Salpetersäure löslich. Die Phos-phorsäure erleidet sowohl für sich, als auch in einigen ihrerSalze durch das Glühen eine besondere Modification; z. B.schlägt sie erst nach dem Glühen und Wiederauflösen in Wasserden EiweifsstofF nieder, und das geglühte phosphorsaure Natronkrystallisirt anders als das nicht geglühte u. s. w. Man unter-scheidet deshalb von der gewöhnlichen Phosphorsäure die Py-ro- Phosphorsäure oder besser Glüh- Phosphorsäure.

Mit dem Wasserstoff bildet der Phosphor zwei Arten vonPhosphorwasserstoJJfgas , die sich dadurch unterscheiden, dafsdas eine unter den gewöhnlichen Umständen sich schon beimittlerer Temperatur an der Luft entzündet, das andere erst beihöherer. Das leichter entzündliche, welches auf 16 Phosphornach Dümas 1, nach H. Rose 1^- Wasserstoff hält, wird vor-züglich durch Zusammenbringen von Phosphorcalciura mit Was-ser , durch Erhitzen von Phosphor mit Wasser und einem fixenAlkali und durch Erhitzen unterphosphorigsaurer Salze darge-stellt. Sein specifisches Gewicht ist nach Dumas = 1,761, nachII. Rose = 1,147. Es ist farblos, riecht widrig nach faulenFischen, verbrennt an der Luft mit lebhafter Flamme, in Berüh-rung mit Sauerstoffgas unter heftiger Verpuffung zu Phosphor-