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Siebenter Band. N - R.
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I’hy sik.

oder vielmehr gar keinen Werth, als ihr die nöthige Bestäti-gung durch die Analogie mit ähnlichen Erscheinungen oderdurch Wiederholung abgeht. Aus eben diesem Grunde findet diefrühere Geheimnifskrämerei, überhaupt die Wichtigkeit ver-meintlicher grofser, aber geheim gehaltener, Entdeckungen ge-genwärtig gar|nicht mehr statt, eine nicht genau beschriebeneoder deutlich vorgelegte Erfindung bleibt unbeachtet. Inzwi-schen reicht eine einzige, obgleich unbezweifelte , Erfahrungniemals hin, um irgend ein Naturgesetz zu begründen, wohlaber um dessen Allgemeinheit umzustofsen ; oft sind deren meh-rere übereinstimmende für jenes nicht genügend und lassen da-her das Resultat hypothetisch. Bei dem Streben der Naturfor-scher nach absoluter Gewifsheit sollte man hiernach es für rath-sam halten, gar kein Gesetz aufzustellen, bis die Summe derErfahrungen hinreichte, ein solches fest zu begründen, alleindiese Forderung streitet gegen die Natur des Menschen, indemeben der gebildete forschende Verstand einzelne Thatsachenisolirt aufzufassen sich sträubt, sie d. ^ecen sofort mit andern inursächliche Verbindung setzt und hierin so weit geht, dafs eroft statt der wahrgenommenen reinen Thatsache meistens derenUrsache, seltener die Folge als solche ausspricht. So sagt mannicht, ich bemerke einen beschleunigten Pulsschlag und scliliefseauf anwesendes Fieber, ich sehe die Erdoberfläche benetzt undleite dieses vom gefallenen Regen her, ich linde es drückendwarm und erkenne dieses als Zeichen eines bevorstehenden Ge-witters u. s. w., sondern vielmehr ich beobachte, dafs der Pa-tient Fieber hat, ich sehe, dafs es geregnet hat, ich empfindeein bevorstehendes Gewitter. Dieses, was im gemeinen Lebenso oft vorkommt, ist dem Menschen natürlich und überraschtihn auch selbst bei seinen wissenschaftlichen Forschungen, wenner ihm nicht in wesentlichen Dingen vorsichtig zu begegnensucht. Man darf jedoch diese Anlage keineswegs verdammen,denn sie ist es eben, die durch das Streben nach der Auffin-dung des ursächlichen Zusammenhangs vor einer gedankenlosenEmpirie bewahrt.

Des absolut Gewissen giebt es nur weniges und das mei-ste im Gebiete der menschlichen Erkenntnifs ist hypothetisch.Ohne hier auf die Untersuchung über den Werth der Hypothe-sen im Allgemeinen einzugehn, folgt schon von selbst, dafs sieauch in der Naturforschung bei mangelnder absoluter Gewifsheit