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Siebenter Band. N - R.
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Physik.

vom gröfsten Nutzen sind, nur darf man nicht zu kühn in derAufstellung derselben seyn und ihnen keinen luihern Werthbeilegen , als der ihnen wirklich zukommt. Sie sind allezeitum so viel besser, je genauer sie mit anderweitigen ausgemach-ten Thatsachen übereinstimmen und je mehr Erfahrungen siezu einem gemeinsamen Ganzen vereinigen , wodurch sie sichder absoluten Gewifsheit stets mehr und mehr nähern. Manch»Gelehrte haben eine überwiegende Fertigkeit, aus wenigenThatsachen sofort die richtige Hypothese aufzufinden, anderebedürfen dazu längere Zeit und mehrere Erfahrungen. Das er-Stere zeigte sich unter andern namentlich bei A. Volta in derErklärung des Elektrophors und des Galvanismus.

Die durch Beobachtungen und Versuche erhaltenen Erfah-rungen führen zu dem Resultate, dafs unter gegebenen Bedin-gungen gewisse Erscheinungen allezeit auf gleiche Weise erfol-gen, und begründen somit einen ursächlichen Zusammenhangzwischen beiden, welcher als nothwendig erkannt und mit demNamen eines Naturgesetzes bezeichnet wird. Werden untereinem solchen nur wenige übereinstimmende Thatsachen be-griffen, so heilst es ein beschränktes, im entgegengesetztenFalle ein mehr oder minder allgemeines. Aber auch mehreresolche Naturgesetze lassen sich vereinigen und bilden dann einhöheres; ja man hat sogar danach gestrebt, ein einziges höch-stes aufzulinden, woraus alle andere abzuleiten wären; alleindieses, was bei den altern Philosophen der Stein der Weisen ,bei den neuesten das höchste Princip alles Wissens genanntwurde, wird schwerlich von irdischen Wesen jemals gefundenwerden; auch ist es zuverlässig ein eitles Bemühen, von einemobersten Grundsätze herabsteisend Alles erklären zu wollen.Auf jeden Fall wäre hierzu namentlich im Gebiete der Physikerforderlich, die Natur im Ganzen und in ihren einzelnen Thei-len vollständig zu kennen, was sicher unmöglich ist, da sieuns im Grofsen und im Kleinen als unendlich erscheint, undich habe daher schon oft gesagt, dal's es mir sogar vorläufig nochnicht ausgemacht zu seyn scheint, ob der endliche Verstandschon hier das Ganze der Natur zu begreifen nicht etwa fähig,sondern selbst nur einmal bestimmt ist.

Man unterscheidet theoretische und Experimental- Physikals einander entgegengesetzt und bedient sich des Ausdrucksmathematische Physik ohne Gegensatz oder als der experi-