Geschichte.
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wofür insbesondere das Argument entscheidet, dafs alle höhereKenntnisse, in Geheimnisse gehüllt, das Eigenthum einzelnerKasten waren , ohne in das ganze Volk klar und lichtvoll über-zugehn. Dennoch aber berechtigen uns aufser den Ueberrestender Kunst insbesondere die Zeugnisse der ältesten griechischenGelehrten, welche insgesammt jenes Land zur Erweiterung ih-rer Kenntnisse besuchten, zu der Ueberzeugung, dafs Aegypten als die Wiege der wissenschaftlichen Cultur, namentlich auchin Beziehung auf Astronomie, Mathematik, Physik und Chemie,im Alterthume zu betrachten sey.
Aufser den Aegyptiern kann nicht wohl irgend eins derältesten Völker auf den Ruhm einer eigentlichen Begründungund Erweiterung der Naturwissenschaften Anspruch machen.Bei den asiatischen handeltreibenden Stämmen war diesessicher nicht der Fall, denn ihre auch mit Sklaven handelndenCaravanen waren allem Anscheine nach von den neuern dortigennicht verschieden. Die Phönicier und namentlich die an derNordküste Africa’s sich ansiedelnden Karthager besafsen zwareine etwas höhere Bildung und verbreiteten auf ihren Handels-wegen manche Kenntnisse, allein handelnde Nationen be-ginnen erst dann in der Naturkunde bedeutende Fortschritte©
zu machen, wenn sie die Schifffahrt auf eine höhere Stufe brin-gen oder durch Verbesserung der selbst erzeugten Kunstpro-ducte andern den Rang abzugewinnen suchen, was bei jenennicht der Fall war. Die nomadisirenden Hebräer brachten zwaraus Aegypten eine .grofse Menge von Kenntnissen mit, und ins-besondere zeigt Moses , eingeweiht in die Wissenschaften jenesLandes, wie viel ein Mann von überlegenen Geisteskräften zuleisten vermag, allein für höhere Cultur war jenes Volk zu sei-ner Zeit noch nicht reif, und später traten die stets sich er-neuernden Streitigkeiten im Innern und auswärtige Kriege alsunübersteigliche Hindernisse entgegen, so dafs dieser aus demhöchsten Alterthume bekannte und durch seine merkwürdigenSchicksale berühmte Völkerstamm namentlich in der Naturkundenie etwas Bedeutendes geleistet hat. Wie weit es die Hetru-rier , deren plastische Kunstwerke noch jetzt die Bewunderungder Alterthumsforscher erregen , hierin gebracht haben, ist mitGewifsheit schwer auszumitteln , indem manche zu ihrem Vor-theile sprechende Andeutungen hierzu nicht ausreichen.
Als Nachfolger der Aegyptier in der Förderung der Natur-