Geschichte.
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auch fiir diesen Zweig sehr genützt, dafs er den oben bereitsals einzig richtig bezeichneten Weg zu wählen lehrte, welchereine Trennung des Uebersinnlichen, des religiösen Glaubens,vom Studium der Natur und des Menschen unbedingt fordert.Sokrates war Theist und schied die aus dem Innern desMenschen und der Betrachtung der Natur entnommene Vorstel-lung von einem höchsten Wesen als das Uebersinnliche von der
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Naturforschung , der MQral und der Psychologie, zeigte die Un-sicherheit alles menschlichen Wissens, die grofsen Nachtheileder Sophistik, richtete statt dessen das Philosophiren auf dasrein Menschliche und suchte einen ethischen Eudämonismuszu begründen. Sein Schüler und Nachfolger Plato aus Athen (geb. 430, st. 348 v. C.) ist durch seine Lehren und zahlreichenhinterlassenen Schriften wichtig für alle Zweige der Wissen-schaften geworden, in specieller Beziehung auf Naturkunde aberist nach Fries 1 der Mittelpunct seiner Weltansichten die Erha-benheit in der Vorstellung von dem kugelförmigen Weltall,welches er für ein geschlossenes Ganzes annimmt, und von deranbeginnlosen, unveränderlichen und vollkommen göttlichenKreisbewegung am Himmel. Plato näherte sich in seinen An-sichten dem Anaxagoras, indem das, was ersterer durchIdeen bezeichnet, den Homoiomerieen des letzteren vergleichbarist. Beide setzten ein höchstes, nur geistig erkennbares Wesenals erste Ursache alles Seyenden voraus und übereinstimmendmit Parmesides meint Plato , dafs alle menschliche Erkennt-nis des räumlichen Weltalls nur mangelhaft sey. Seine Aus-sagen über das Letztere sind deswegen undeutlich, weil er, wiePythagoras , sich zur Bezeichnung seiner Philosopheme derZahlen und geometrischen Körper bediente. Die höchste Ideeder Gottheit erzeugte nach ihrem Bilde die Weltkugel und be-lebte sie durch die Weltseele, weichein der Zahl zuerst nachdem Unterschiede des Einförmigen (der täglichen Bewegungder Weltkugel) und des Mannigfaltigen (der Bewegung derGestirne im Thierkreise) gegeben ist. Für Letzteres dienendann als Bezeichnung die Zahlenharmonieen, welche wegender drei Dimensionen des Raumes durch die Reihen der Wur-zeln , Quadrate und Würfel der Zahlen 2 und 3 in den siebenZahlen 1,2,3, 4, 9, 8, 27 gegeben sind. Das Materiell«
1 Lehrbuch der Naturlehre S. 40.
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