Band 
Siebenter Band. N - R.
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Geschichte.

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und schwer = Wasser, trocken und leicht = Feuer, nafs undleicht = Luft, das fünfte Element aber ist das der Kreisbewe-gung oder des Sternhimmels. Zugleich wich er aber von sei-nem Lehrer ab , indem er das Wesen der Dinge in der sichtba-ren Welt selbst gegeben annahm und also die Selbstständigkeitder Zahlen, Figuren und allgemeinen Begriffe leugnete. Er un-terschied zwei Arten der Substanzen , nämlich die Masse (uAr?)und das Frincip der Gestaltung (fiüfirpr], tläog ), die Entelechie ,wovon jene nur ein Princip der Möglichkeit, diese der Wirk-lichkeit ist. Die Seele (ytvXTj) ist eine Entelechie, und derWirklichkeit nach alles, was existirt, in ihr aber die Vernunftallein das Selbstständige; das Weltall , der Himmel als xoapiog,ist daher nicht Masse, sondern Entelechie, und die einzige un-veränderliche Ursache alles Veränderlichen, also die höchsteEntelechie und höchste Vernunft, ist die Gottheit.

Den höheren Standpunct der geistigen Cultur in jenen Zeitenerkennt man nicht blofs aus den tiefer gedachten naturphilosophi-schen Systemen, sondern zugleich auch hauptsächlich aus derGründlicheren Bearbeitung der Ilülfswissenschaften. ln der Ma-thematik wurde sehr viel geleistet durch die bereits genannten Py-thagoras, Arciiytas von Tarent und Plato , durch Hippo-krates aus Chios (um 450 v. C.), Eudoxus aus Knidos (um370 v. C), durch Aristoteles selbst und seine zahlreichen An-hänger, die sich über Griechenland, Aegypten , Unteritalien undSicilien ausbreiteten. Eine Erwähnung verdienen vorzüglichEuklides (280 v. C.), Afollonius von Perga (250 v. C.),Koxos aus Samos (260 v. C.) und sein hochberühmter Schü-ler Ahchi.medes aus Syrakus (geb. 287, st. 212 v. C.), Ktesi-jjius aus Asora (um 230 v. C.) und sein Schüler Heron ausAlexandrien (um 210 v. C.) und Philo von Byzanz (um 150v. €.). Die von diesen grofsen Männern hinterlassenen Werkeboten einen reichen Schatz des Unterrichts dar und sichertendie Wissenschaft lange Zeit vor dem drohenden gänzlichen Ver-falle. Als vorzügliche Mathematiker können genannt werdenTheodosius aus Tripolis (um 100 n. C.) und seine Zeitgenos-sen Menelaus , Tiieox aus Smyrna, Nikomachus der Pytha-goräer aus Gerasa , Afollodorus aus Damascus (st. 129 n. C.),Anatoliüs, Bischof von Laodicäa, insbesondere Diophantusaus Alexandrien (um 360 n. C.), Theon aus Alexandrien (um365 n. C.) nebst dessen Tochter Hipatia (ermordet 415 n. C.),