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Siebenter Band. N - R.
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C c s c h i c li l e.

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die Erdmessung des Eratosthenes, Cemisus aus Rhodus (um70 v. C.) suchte die Astronomie populär darzustellen, und soging diese Wissenschaft durch Sosigenf.s (um 60 v. C.), denVerbesserer des römischen Kalenders, Menei.aus (um 98 n. C.),Tiieon aus Smyrna (um 115 n. C.) und einige minder wichtigeMänner bearbeitet bis auf Ci.audius Ptolemaeus (um 150 n.C.) über, welcher die von seinen Vorgängern erhaltenen litera-rischen Schätze durch eigene Deobachtungen vermehrte und inseinen umfassenden Werken zusammenstellte, die bis auf dieWiederbelebung der Wissenschaften einzige oder hauptsächlich-ste Quelle aller astronomischen Kenntnisse blieben.

Die Römer erhielten die Wissenschaften insgesammt vonden Griechen und lockten als eroberndes und dadurch zu über-mäfsigem Reichthume gelangendes Volk die Gelehrten aus demunterjochten Griechenlande in ihre Staaten. Eben daher wur-zelten die Wissenschaften bei ihnen niemals eigentlich tiefund eigenthümliche selbstständige Entwickelung derselbenkann ihnen blofs etwa rücksichtlich der Poesie, Beredtsam-keit und Rechtswissenschaft beigemessen werden. In spe-zieller Beziehung auf Naturkunde sind sie daher mehr Samm-ler, als eigene Forscher, haben aber durch die Ueberlieferungder reichen Schätze aus dem Alterthume sich dennoch ein gro-fses Verdienst erworben. Als die vorzüglichsten Gelehrten un-ter ihnen dürfen weniger Marcus Manilius (um 25 v. C.),wegen seines Gedichtes . über den Einflufs der Gestirne auf diemenschlichen Schicksale, als vielmehr Sexeca (von 2 bis 66n. C.) und insbesondere Phnius der ältere aus Novocomum (geb.23, st. 79 n. C.) genannt werden, übrigens aber genügt die all-gemeine Bemerkung, dafs die letztenSpuren der wissenschaft-lichen Bildung gegen die überall eindringende Barbarei sich mehrbei den Griechen , namentlich im orientalischen Kaiserthume,als bei den Römern im Occidente erhielten. Der in der Natur-forschung herrschende Geist zeigt sich in des Sotion ("um 50n.,C.) Sammlung von Naturwundern und aufserordentlichen Er-eignissen , des Phlegox aus Tralles (um 117 n. C.) Gespen-ster- und Wundergeschichten und des Artemidouus Dal-»iaxus (um 150 n. C.) Traumauslegungen. Besser erhieltensich die mathematischen und astronomischen Kenntnisse wegender vortrefflichen Grundlage, die sie einmal erhalten hatten.Unter andern lieferte Thip* aus Athen (510 n. C.) astronomi -