Band 
Siebenter Band. N - R.
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P liysik.

sehe Beobachtungen, Antiiemius aus Trolles (st. um 534 n.C.) zeichnete sich durch sein mechanisches Talent aus und ver-fertigte unter ander« grofse Brennspiegel, Eutokius aus Aska-lon (um 550 n. C.) schrieb Scholien zu Arciiimedes, Leon-tics (um 590 n. C.) über des Aratüs Sphäre, Heros: derjüngere aus Alexandrien (um 610 n. C.) war in allen Theilender Mathematik wohl bewandert, Leos (um 862 n. C.), vonAl Mamun sehr geachtet, erfand einen Pyrotelegraphen, Mi-chael Psellus (um 1050 n. C.) war vielwissend, obschongeistlos, und hat durch seine zahlreichen Schriften einen be-rühmteren Namen erhalten, als seine Nachfolger TiieodorusMeleteniota (um 1150 n. C.), Manuel Bryennius (um1300 n. C.), Nicolaus Cabasila (um 1300 n. C.), IsaakArgykus (um 1360 n. C.), der Berechner des Osterfestes, undNicolaus aus Smyrna, mit denen sich die Wissenschaft all-mälig in gänzliche Dunkelheit verliert. Einige aus Aegypten vielleicht erhaltene Kenntnisse der Chemie gingen in Alchemieund Goldmacherkunst über, und dieses wirkte so nachtheilig,dafs Diocletian (296 n. C.) alle ägyptischen Bücher alchemi-sclien Inhalts zu verbrennen befahl. Werthlos sind daheT dieBemühungen des Palladius (um 600 n. C.), des Stephanus(um 640 h. C.) und des jüngeren Psellus, ob aber Kalliniicusaus Iieliopolis (um 678 n. C.) wirklich der Erfinder des grie-chischen Feuers sey, verdient noch eine nähere Untersuchung.

Sobald kriegerische Nationen oder einzelne Helden durch- rohe Gewalt cultivirtere Völker unterjocht haben, bringen sieder überlegenen geistigen Bildung die gebührende Huldigungdar und werden Beförderer der Wissenschaften. Nirgends hatsich dieses auffallender gezeigt, als bei den Arabern, welcherach ihren blutigen Kriegen und fanatischen Verheerungen denWissenschaften hauptsächlich an den Höfen ihrer Khalifen eineglänzende Zuflucht bereiteten. Hauptsächlich begünstigten sieMathematik und Astronomie, vermuthlich mit aus der Ursache,weil von diesen noch die bedeutendsten Ueberreste, unvertilg-bar wegen ihrer inneren Kraft, sich erhalten hatten. In derMathematik zeichneten sich aus Muhammed ben Musa (820),Thebit ben Korrah (850), Albatani (st. 929) durch Ein-führung der Sinus statt der Chorden und Abul Wefa (um 950)durch Einführung der Tangenten und Secanten. Für Astrono-mie geschah viel durch Alhazen und Sergius (812), die Ueber-