Geschichte.
537
setzer desFTÖLEMAEtis, durch Alfergani(S50), AlbataniEbnJunis aus Cairo (st. 1080) und Geber ben Affla (1050),sämmtlicli als Schriftsteller und Beobachter bekannt, ln derChemie thaten sich hervor Dsafar (Dsciieber oder Geber st.705), Ebn Zoiir (st. 1168) Abulcaseji (st. 1122) und EbnRoschd (st. 1200).
Die Araber verbreiteten die Wissenschaften über alle die ^Länder, die ihrer Herrschaft unterworfen waren, und selbst un-ter benachbarten Völkern , so dafs man Spuren hiervon iü ganzAsien, der Kordküste Africa’s und in Spanien antrifft. Unterandern kommen in dem hindostanischenastronomischen Systemeder Suria - Sidcmtha Angaben vor, welche eine Kenntnifs derWerke des Ftolemäus beurkunden, Al-Mansor (1150) hinter-liefs astronomische Tafeln , die neue persische und chinesischeAstronomie stammt von den Bemühungen zweier Fürsten ausder Dynastie Dschingis-Kiian’s, der zwei liriider IIulaku-Khan und Kobilai-Khan, welche im dreizehnten Jahrhunderteder eine Persien, der andere China beherrschten. Selbst dieUsbekischen Tartaren huldigten den Wissenschaften, wie dieberühmten astronomischen Tafeln des Ulugh-Beigh (st. 1449),eines Enkels von Timuk, beweisen, welcher in Samarkand denHimmel beobachtete. Aufserdem verdienen genannt zu werdenAlpetragi in Marocco ( 1150), von dem wir eine Theorie derPlaneten besitzen, Nasiheddin aus Tus (geb. 1183, st. 1273),der beste Uebersetzer des Euklides und Beobachter auf derSternwarte zu Meragha, Archazel (1080), Al Ragel undAlkabitz (1252), alle drei aus Toledo , die beiden letztemVerfasser der Alphonsischen Tajelrt. Auch Ebn al Awam ausSe v illa ( 1 150) verfafste ein Werk über Ackerbau und Ibn Baita r.aus Malaga (st. 1248) bereicherte und verbesserte des Diosco -rides Pflanzenkunde.
Die vielen verheerenden Kriege der wandernden Völkervertilgten die Wissenschaften, letztere sanken fortwährendtiefer herab und erhielten sich nur als einzelne Ueberreste inConstantinopel, Italien und Spanien , von wo aus sie sich all-malig wieder über das westliche Europa mit unverkennbaremEinflüsse der frühem Cultur bei den Griechen und Arabern ver-breiteten. Namentlich läfst sich ohne Schwierigkeit nachwei-sen, dafs die mathematischen und astronomischen Studien nie-mals ganz untergegangen sind, und sie haben ohne Zweifel für