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Polarisation des Lichts.
Rechteck ab gleich ist, an unsere optischen Betrachtungen zuknüpfen, fange icli mit der Bemerkung an, dafs dem die Fnr-beulinien betrachtenden Auge diese Entlernungslinien unter Sehe-winkelu, die !}, iJ- lieifsen mögen, erscheinen, und daTs da-her sehr nahe u. u* als dem l’roducte bei sehr kleinen
Bogen oder dem Producte tun. Sin. $■' proportional gesetztwerden kann. ..Erinnern wir uns also daran, dafs bei ein-axigen Krystallen Sin. 2 & = n h war, wenn wir nicht auf dieungleiche Dicke der Platte Rücksicht nahmen und die un"lüi-
e> ö
che Schiefe der durchgehenden Strahlen nicht berücksichtigten,
n h
oder allgemeiner Sin. 2 3- =---- gesetzt werden konnte,
° r. Sec. p ° ’
und dafs dann einem bestimmten Werthe von 3 eine bestimmte
Farbe entsprach, so erhellet leicht, dafs ganz analog hier, wo
r und p für die Ausdehnung eines bestimmten Ringes nicht sehr
verschieden ist, das Product Sin. 3. Sin. 3’ constant bleiben
niufs, damit nh als gleich, das ist, damit überall dieselbe
Farbe liervorgehe. Die Gleichung Sin.5'. Sin. 3’=-—
r. Sec. p
hat daher hier ganz dieselbe Bedeutung, wie die eben ange-führte, den Kreisringen entsprechende Gleichung in nr.74 1 .
Es erhellt hieraus auch, dafs eine Platte senkrecht aufdie Mittellinien beider optischen Axen geschnitten, nur dannLinien, welche mit den Lemniscaten übereinstimmen, gebenkann, wenn die beiden Pole im Gesichtsfelde nicht sehr weitaus einander liegen , oder die Axen keine grofse Neigung ge-gen einander haben. Da wo diese Neigung sehr grofs wäre,würden die zu einerlei Farbenringe gehörigen Lichtstrahlenunter allzu verschiedenen Winkeln = p durch die Platte gehn,als dafs man Sec. p. als beinahe für alle gleich ansehn dürfte,und die Curven würden auch wirklich dann merklich von derihnen hier beigelegten Form abweichen. Dafs 3, auch hierdie Winkel sind, welche ein zum Auge gelangender Strahlmit beiden optischen Axen macht, brauche ich wohl kaum zuerinnern, da die vom Auge nach beiden Tölen gezogenen Li-nien ja die Verlängerungen der optischen Axen sind, in wel-chen der Strahl, ohne seine Polarisation zu ändern, durchgeht.
1 Welche überaus verschiedene Werthe h bei den verschiede-
nen Körpern erhält, giebt Hehsciiel an. Vom Lichte §. 1126.