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Siebenter Band. N - R.
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Circular- und elliptische.

16 Centimeter Länge mit Terpentinöl gefüllt an, und der durchdiese Masse gehende polarisirte Strahl zeigte schöne Farben,Die Natur der Farben bei den verschiedenen Stellungen desDoppelspaths gegen die ursprüngliche Polarisations-Ebene warVöllig so wie bei einer ßergkrystallplatte von 2,094 Millimeter,so dafs sich eine viel schwächere Wirkung, die erst bei demDurchgänge durch 160 Millimeter ebensoviel betrug, zeigte.Aenderung der Temperatur machte hier keinen Unterschied.Das Terpentinöl und ebenso das Lorbeeröl bringen eine Dre-hung von rechts nach links hervor, Citronenöl und Cam-

pherspiritus von links nach rechts ^ Der Drehungsbogenist auch hier dem in der Flüssigkeit durchlaufenen Wege pro-portional und beträgt im Terpentinöl 2°,706 für jedes Centi-meter, wenn man einen rothen Lichtstrahl anwendet. Auchdie Ungleichheit der Drehung für verschiedene Farbenstrahlenist hier der bei Bergkrystall beobachteten so genau gleich, dafswenigstens die Versuche keinen Unterschied zeigten. Verbin-det man einen entgegengesetzt drehenden Bergkrystall mit ei-ner Röhre voll Terpentinöl, so mufs der Weg des Lichts injenem T V so grofs als in diesem seyn , um eine Compensationzu bewirken. Verdünnt man Terpentinöl mit Schwefeläther, derfür sich keine Wirkung hat, so mufs der Weg des Lichtstrahlsin der Mischung, damit die Drehung gleichviel betrage, in deinVerhältnisse länger seyn , wie die verminderte Dichtigkeit derwirksamen Theile des Terpentinöls es fordert. Mischt manTerpentinöl mit einem die entgegengesetzte Wirkung hervor-bringenden Körper, z. B. Campherspiritus, so heben die Wir-kungen sich auf und compensiren einander, wenn die Quan-titäten nach dem umgekehrten Verhältnisse der Wirksamkeitabgemessen sind. Die Wirkung scheint also hier den Kör-pertheilchen anzuhaften und selbst dampfförmig üben dieseMaterien noch dieselbe Wirkung aus; indefs darf man dar-aus, dafs dieses bei den von Biot geprüften flüssigen Materienstatt fand, doch nicht allzu allgemeine Schlüsse ziehn, indem,wie FIehschel sich überzeugt hat 1 , die Quarztheilchen in ei-ner Kalilauge aufgelöst keine solche Wirkung zeigen, wie siees in ihrer festen Gestalt thaten.

122. Diese sehr schätzenswerthen Untersuchungen Biot’s

1 Poggend. XXI. 289.VII. Bd.

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