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Polarisation des Lichts.
gaben indefs doch nur über diese wenigen Umstände Auf-schlufs, und die physische Aenderung, die der Lichtstrahl hiererleidet, deren Eigenthiimlichkeit Bjot auch genauer zu er-klären versuchte, wurde nicht vollständig aufgeklärt. Hierfürhat Fresnel, der auch auf diese Erscheinungen seinen uner-schöpflichen Scharfsinn anwandte, mehr geleistet. Schon eheer Versuche angestellt hatte, theilte er eine Vermuthung mitüber die Beschaffenheit der Strahlen, die eine doppelte Bre-chung beim Durchgänge durch Bergkrystall nach der Richtungseiner Axe erlitten haben 1 , und diese Vermuthung hat sich
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nachher bestätigt gefunden. Er stellte nämlich die Behauptungauf, dafs auch diese Erscheinungen von einer eigenthümlichendoppelten Brechung abhängen müssen , und da man noch kei-nen Versuch hatte, welcher eine wirkliche Spaltung in zweiStrahlen für den parallel mit der Axe des Bergkrystalls durch-gehenden Strahl nachwies, so zeigte Fresnel diese auf fol-gende Weise 2 .
Fig. Es wurde aus einem Bergkrystalle ein Prisma ABC ge-^'schnitten, dessen brechender Winkel 152° betrug und in wel-chem die Axe des Krystalls in der Brechungs - Ebene Und ge-gen beide brechende Flächen gleich geneigt lag. An dieseswurden zwei andere Prismen von Bergkrystall auf den beidenbrechenden Flächen befestigt, so dafs ADEC ein rechtwin-kliges Parallelepipedum bildete. Die beiden letztem warenaus einem Bergkrystalle genommen, der in Rücksicht auf dieDrehungs-Erscheinungen dem andern entgegengesetzt war;auch in ihnen lagen die Krystall - Axen mit DE parallel undwegen ihrer entgegengesetzten Beschaffenheit verstärkten sie dieim Mittelprisma hervorgebrachte Spaltung des Strahls. NachFkesnel’s Vorstellung nämlich theilt sich der nach der Rich-tung der Axe durch den Bergkrystall gehende Strahl in zweiStrahlen, die zwar beide der Axe folgen, aber ungleiche Ge-schwindigkeiten haben , und der Gegensatz der Drehung rechtsund links besteht darin, dafs im einen Krystalle der eine die' gröfsere Geschwindigkeit hat, im andern Krystalle der andere.Obgleich nun die vereinigten Prismen ADB, ABC, CBEgar keine Brechung hervorbringen sollten, wenn der Strahl
1 Poggend. XIX. 544.
2 An», de Ch. et Ph. XXVIII. 151.