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Porosität.
worden ist, wohin dann auch die bekannten Versuche Sömme-ring’s 1 2 über die Entwässerung des Branntweins gehören. Zudiesem Ende nimmt man grofse Rindsblasen , reinigt sie von ihremFette, überzieht sie mit einer Auflösung von Ilausenbl se undlälst sie trocknen. Werden sie dann etwa zu zwei Drittelmit schlechtem Branntwein angefüllt und in einem trocknenZimmer oder in trockner Luft aufgehangen , so vermindert sichdas Volumen des Branntweins durch Verdunstung des Was-sers und er wird bis zu etliche neunzig Procent gehaltreicheran Alkohol. Alle diese Erscheinungen verlieren ihre anschei-nendeWunderbarkeit, wenn man berücksichtigt, dafs die thieri—sehen Häute aus zahllosen feinen, über einander liegendenund somit sehr feine Poren einschliefsenden Lamellen be-stehn. Eine mit einer wässerigen Flüssigkeit angefüllte Thier-blase z. B. wird zuerst an ihrer innern Wandung und all—mäli" durch ihre ganze Masse feucht werden. Geht die zuäufserst befindliche Flüssigkeit als Wasserdampf in die at-mosphärische Luft über, so würde eine Lage von einiger, wennauch geringer, Dicke absolut trocken werden, was wegen dersie berührenden feuchten nicht möglich ist, und so wird also,wenn man diese Argumentation für alle einzelnen Lagen fort-setzt, die eingeschlossene Feuchtigkeit allmälig durch die fei-nen Poren verdunsten.
Als nicht porös in dem bisher erörterten Sinne, wenig-stens als nicht durchdringlich für Gasarten und tropfbare Flüs-sigkeiten , gelten das Glas und die glasartigen Zusammensez-zungen, die compacten und gebrannten Erden und insbeson-dere die Metalle. Bei den letztem leitet man diese Eigen-Schaft davon ab, dafs sie anfangs flüssig waren, wie dennauch andere aus dem tropfbar flüssigen Zustande erhärtete Kör-per, als Harze, Gummi, getrocknetes Eiweifs, Wachs unddie härteren thierischen Fette meistens der Luft und den tropf-baren Flüssigkeiten den Durchgang nicht verstauen. Inwieferndieses aus dem früheren Flüssigkeitszustande abgeleitet wird,soll sogleich erörtert werden, in Beziehung auf die Metalle abersind noch die Erscheinungen zu erwähnen, aus denen manfrüher ihre Porosität folgerte, die aber Lichtenberg aus
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