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Porosität.
Ursache hiervon liegt in der Adhäsion , indem die einzelnenTheilchen der Flüssigkeiten zu stark unter sich Zusammen-hängen , als dafs sie sich trennen und in die Zwischenräumedes Korks eindringen sollten, und die Erscheinung kommtalso damit überein, dafs das Quecksilber, welches durch diePoren der härtesten Hölzer gedrückt werden kann , sich in ei-nem lockeren Flore tragen läfst 1 .
Die bisher angestellten Untersuchungen über die unglei-che Porosität der Körper sind leicht und die dahin gehörigenThatsachen lassen sich ohne Schwierigkeit nachweisen; manhat jedoch aufserdem noch andere Erscheinungen als F’olgender Porosität betrachtet, bei denen die Aufgabe ungleich schwie-riger und die Richtigkeit der Erklärung zweifelhaft ist. DieFlüssigkeiten namentlich zeigen, auch mit Anwendung der stärk-sten Vergrößerungen, keine Zwischenräume, dennoch aber neh-men sie eine Menge von Luft in sich auf, ohne dafs ihr Vo-lumen merklich vergrößert wird, und die durch ihre ganzeMasse verbreiteten Gasarten werden wieder frei durch Aufhe-bung des äußeren-Luftdrucks oder durch das Erhitzen der-selben, am besten wenn dieses, z. 13. beim Wasser, beimQuecksilber u. s. w., bis zum Sieden steigt, in welchem Falledie gebildeten Dämpfe eine möglichst vollständige Austreibungder absorbirten Gasarten bewirken. Da aber die hierher gehöri-gen Thatsachen bereits ausführlich erörtert worden sind 2 , so über-hebe ich mich einer weitern Verfolgung dieses Gegenstands undbemerke bloß, daß man sich diese heterogenen Substanzen nichtfüglich anders als in den Zwischenräumen der Flüssigkeitenvorhanden denken kann, wonach die letzteren aber nothwen-dig porös seyn müssen. Eine ähnliche Folgerung findet statthinsichtlich der Auflösung verschiedener fester Körper in Flüs-sigkeiten, z. B. des Zuckers, der Salze u. s. w. im Wasser,der Harze im Weingeist, und anderer dergleichen Erscheinun-gen. Auch in diesen Fällen kann man nicht wohl umhin an-
O
zunehmen, daß die kleinsten Elemente der aufgelösten Kör-per in den unmefsbar kleinen Zwischenräumen der Flüssig--keiten vertheilt sind. Mehrere Flüssigkeiten nehmen nach ih-rer Vereinigung einen geringem Raum ein, als welcher der
1 Vergl. Adhaesion. Bd.I. S. 177.
2 S. Absorption. Bd. I. S. 40 ff.