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Porosität.
dünne Flüssigkeiten die Bewegung in ihnen nicht bedeutendhindern; es müsse daher eine Kugel, die sich in einem car-tesischen vollkommen dichten Medium bewege, schon über dieHälfte ihrer Geschwindigkeit verlieren, ehe sie noch die drei-fache Länge ihres Durchmessers zurückgelegt habe. Hiernachkönne kein Mensch sich von der Stelle bewegen, geschweigedenn dafs die Bewegung der Himmelskörper mit ihrer bekann-ten Geschwindigkeit denkbar seyn sollte.
Es ist wohl keinen Augenblick zweifelhaft, dafs die Hy-pothese des Cartesius als ganz unzulässig verworfen werdenmufs, indem ohne Rücksicht auf die gänzliche Willkür ih-rer Aufstellung im Allgemeinen die einzelnen Kreisbewegun-gen , wodurch bei jeder Ortsveränderung irgend eines Körpersalle in dem Kreise liegenden gleichzeitig in Bewegung gesetztwerden müfsten , damit das letzte Theilchen in dem nämlichenAugenblicke den verlassenen Raum einnehmen könnte, in wel-chem das erstere aus ihm weicht, ganz aufser den Grenzenunserer Vorstellung liegen. Hiervon abgesehn wird die Grö-fse der Kreise, in welchen diese Bewegung erfolgt, gar nichtangegeben , woraus jedoch die Gröfse der wirksamen Kraft be-stimmt werden miifste, durch welche die gesammte darin ent-haltene Masse in Bewegung zu setzen wäre. Man sieht bald,dafs Cartesius alle diese Schwierigkeiten durch die unbe-stimmbare Feinheit seines Aethers zu verdecken gesucht hat.
Wenn wir auch die Frage über die Materialität der un-wägbaren Potenzen, deren wenigstens eine oder einige alleKörper durchdringen, unbeantwortet lassen und hieraus keinArgument für die Porosität als allgemeine Eigenschaft allerwägbaren Körper hernehmen, so liegt dennoch in der allge-meinen Ausdehnbarkeit aller Körper ein genügender Beweisfür ihre Porosität, ohne zugleich zu entscheiden, ob die Po-ren leer oder mit leichten , dünnen und gleichfalls zusammen-drückbaren Flüssigkeiten angefüllt sind. Die Phänomene, dafsdurch Zusammendrückung der Körper Wärme ausgeschiedenwird, was am leichtesten und allgemeinsten sich bei der Com-pression der Gasarten zeigt, führte auf die Hypothese, dieelementaren Bestandtheile aller Körper durch eine Wärmeatmo-s*phäre umgeben zu denken, die bereits mehrmals 1 ausführlicher
1 Z, 15. iu den Artt. Ausdehnung, Elasticität, Gas u. a.