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Presse.
aus 3er kleinen, nur etwa gegen zwei Kubikzolle haltendenFig.Phiole A und der etwa 3 Lin. weiten, 4 Z. langen Glasröhre B,^'welche letztere mit dem zu extrahirenden Pulver so weit, alsnöthig ist, angefüllt wird, worauf man dieses von der auf-lösenden Flüssigkeit durchdrungen werden läfst. Hat die letz-tere die auflöslichen Substanzen zur Genüge in sich aufgenom-men , so giefst man einige Tropfen Wasser oder Weingeist indie Phiole A, verwandelt diese über einer Weingeistlampe oderüber Kohlen in Dampf und steckt dann die Röhre B vermit-telst des in beide Oeifnungen passenden Korkstöpsels c darauf.Der Korkstöpsel hat eine mitten durch ihn geschobne kleineGlasröhre, welche oben mit einem Läppchen von Musselinbedeckt ist. Wird dann durch Abkühlung der Dämpfe in Aein Vacuum erzeugt, so kann die Luft nur durch die RöhreB und das kleine Röhrchen im Korke c eindringen, wobei sieaber den Extract vor sich her in die Phiole drückt. Mankann nach dieser ersten Operation abermals Flüssigkeit nach-giefsen und w'ie bei der Luftpresse die Extractbereitung wie-derholen *.
Nachdem die verschiedensten Arten Von Extractionspres-sen bereits sehr allgemein in Anwendung gebracht waren, tratG. F. Parrot 1 2 als Gegner derselben auf und gründete seineArgumente auf eine sehr schätzbare Reihe vergleichbarer Ver-suche. Zuerst liefs er nach der unter Nr. 2- beschriebnen Arteine Extractionspresse mit Compression, die bis zum achtfa-chen atmosphärischen Drucke gesteigert w'erden konnte , ver-fertigen, bediente sich dieser und zugleich einer nach Ro-mershaüsen’s Angabe gemachten, bereitete mit beiden Ex-tracte, wobei die Compression bis zum vierfachen atmosphä-rischen Drucke, die Verdünnung aber bis zur Hälfte der at-mosphärischen Dichtigkeit getrieben wurde, bereitete aulser-dem aus gleichen Substanzen andre Extracte durch blofse In-fusion und verglich beide Arten nach ihrem specifischen Ge-wichte. Hieraus erhielt er folgende Resultate: a) die Ver-stärkung des Drucks trägt zur stärkern Sättigung der extrahi-renden Flüssigkeiten gar nichts bei; b) bei mittlerer Temperaturerhält man durch das Abwarten von einigen Stunden die Ex-
1 Vergl. Allg. Nord. Arm. Th. I. S. 482.
2 G. LXXV. 423.